DIE RACHE DER LEDERFLECKEN
Das Schönste an Wolfram Weimers neuestem Zensurskandal: Er wurde enthüllt durch eine unprentiös präsentierte Recherche von 2 Feuilleton-Redakteuren. 🧵👇
@katha-goldwaage
Lesen, schreiben und sprechen // Lektorin, Co-Autorin und Hochschuldozentin // @haw: Fakultät Informatik und Digitale Gesellschaft // @unihh: Arbeitsstelle Studium und Beruf // https://www.katharina-gerhardt.de
DIE RACHE DER LEDERFLECKEN
Das Schönste an Wolfram Weimers neuestem Zensurskandal: Er wurde enthüllt durch eine unprentiös präsentierte Recherche von 2 Feuilleton-Redakteuren. 🧵👇
@kaffeehaussitzer.bsky.social erläutert noch einmal die Lage und beschreibt die Stimmung in der Buchbranche.
Es gibt bestimmt Jobs, die Wolfram Weimer gut kann. Kulturpolitiker offenbar nicht. Zeit, dass Merz das einsieht und ihn vor die Tür setzt.
Habe dazu im SZ-Podcast „Auf den Punkt“ gesprochen: www.sueddeutsche.de/kultur/kultu...
„Instinkt darf man Wolfram Weimer also wohl ebenso absprechen wie Integrität.“
Gab Weimer den Auftrag zu einer Lüge?
Andreas Platthaus, FAZ Literatur
www.faz.net/aktuell/feui...
Was für ein Flurschaden für eine Branche, die ohnehin unter Druck steht. Statt sich - wie großspurig von ihm angekündigt - um die Regulierung von Monopol-Akteuren wie Google zu kümmern, beschädigt Weimar massiv das Ansehen der so wichtigen, kleinen Buchläden im Land. Ein Bärendienst für die Kultur.
#Weimer als Kulturzar, so verhält er sich.
„I walk in for a novel and walk out with a theory of the state, a pamphlet on housing struggles, a Palestinian poet I had never heard of. No ‚for you’ page in an online store would have suggested it. The bookseller did. Independent bookshops are dangerous because they interrupt us.“
Es ist doch nur konsequent, dass ein Kanzler, der Wirtschaftskompetenz cosplayed, einen Kulturstaatsminister ernennt, der Kulturkompetenz cosplayed. Es ist alles eine Scharade unseriöser Figuren, die Konservativen als honorig erscheinen.
Die Affäre um den Deutschen Buchhandlungspreis geht weiter: Der Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) hat die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen belogen. In einer E-Mail vom Februar teilte der BKM ihnen mit, die Jury hätte sich nicht für sie entschieden. Das war unwahr. (1/6)
Da hat sich ein ziemlich heftiger Sturm über dem Kulturstaatsminister Weimer zusammengebraut. Die Opposition macht mobil, die Literaturszene ist sich einig von Verlagen über den Börsenverein bis zu den Autor*innen. Das ist noch lange nicht ausgestanden für Wolfram Weimer.
www.zeit.de/feuilleton/2...
Für mich zeigt Dennis Hasemann damit mehr Rückgrat als die ganze bucklige #Inkompetenzregierung zusammen.
Zukünftig werde ich meine Bücher nur noch dort bestellen…
#Chapeau, Herr Hasemann🏆
www.boersenblatt.net/news/buchhan...
Dank dem Reimer
Wolfram Weimer
ist sein Amt nun auch im Eimer.
Es gibt offensichtlich zielgerichtete Angriffe der Regierung Merz auf die Unabhängigkeit von Jurys und auf die Autonomie von Kultureinrichtungen, aber hier hält man seinen Kultstaatsminister einfach für ein bisschen trottelig. Das macht mich nervös.
Man möchte doch meinen, dass Kulturstaatsminister ein Amt ist, bei dem man gar nicht soo viel falsch machen kann.
Wolfram Weimer bestraft mit der Absage des Buchhandlungspreises alle Buchhandlungen für ihre Solidarität mit den ausgeschlossenen, weil er nicht damit gerechnet hat, dass der Kulturbetrieb ein hochgradig solidarischer ist, weil er von Beginn an keine Ahnung hatte, wie der deutsche Kultubetrieb ist.
„Weimer hat sich mit seiner Buchhandlungsunfähigkeit einmal mehr als handlungsunfähig erwiesen. Zum Fixstern dieser Bundesregierung dürfte er nicht mehr taugen. Aber bleibt er weiterhin die fixe Idee des Kanzlers?“ zeitung.faz.net/data/702/rea...
„Buchhandlungsunfähigkeit.“ Chapeau, Andreas Platthaus von der F.A.Z.
Wenn ein Kulturstaatsminister wegen Angst vor Gegenwind eine Preisverleihung auf der Buchmesse absagt, kann er doch danach nicht einfach im Amt bleiben? Wie erbärmlich soll das alles noch werden?
Ganz viel Liebe für den Hanser Verlag. Statt Misstrauen und Absagen Einladung zur Verlagsparty.
… der Rücktritt ist mittlerweile ganz gewöhnlicher Diskussionsgegenstand, heute etwa von Nora Bossong im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefordert …
www.radiodrei.de/programm/sch...
Als Wolfram Weimer im Mai 2025 Kulturstaatsminister wurde, waren die Befürchtungen groß. Zu groß, sagten manche. "Lasst ihn doch erstmal ankommen, gebt ihm eine Chance." Zehn Monate später lässt sich sagen: Er hat die schlimmsten Erwartungen nicht erfüllt. Er hat sie übertroffen. Ein Thread. 🧵
Es ist ein echt solidarischer Zusammenhalt. Ich weiß jetzt wieder, warum ich so gern in dieser Branche arbeite.
Ein Kulturstaatsminister sollte der Kultur Frei- und Spielräume ermöglichen. Der amtierende tut allerdings das Gegenteil.
»Wenn ihr mich kritisiert, sag ich einfach alles ab.«
Fragile Männlichkeit. 🌰
www.spiegel.de/kultur/liter...
Das Gute an Wolfram Weimer ist ja: Wenn ich das nächste Mal nachts wach liege und Gefahr laufe, über meine Verfehlungen nachzudenken, werde ich mir stattdessen seine Wurstigkeit in Erinnerung rufen. Dann gehts bestimmt wieder!
Wolfram Weimer hat halt wirklich gedacht, er könnte einfach so drei linke Buchhandlungen aus dem Preis rauskegeln und es juckt niemanden. Oder er bekommt gar Lob dafür. Das zeigt einfach in was für Kreisen er sich bewegt und dass er sich in der Branche NULL auskennt.
Das Bild zeigt einen Screenshot eines Nachrichtenartikels der Mediengruppe FUNKE zur Leipziger Buchmesse. Oben links ist das rote FUNKE-Logo zu sehen, daneben die Rubrik „Leipziger Buchmesse“. Darunter steht in großer, schwarzer Schrift die Überschrift: „Nach heftigen Kontroversen: Weimer sagt Verleihung von Buchhandlungspreis ab“ Unter der Überschrift folgt ein kurzer Anreißertext: „Berlin. Drei linke Buchhandlungen waren wegen ‚verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen‘ ausgeschlossen worden. Nun ist die Preisverleihung abgesagt.“ Das Layout ist schlicht gehalten: schwarzer Text auf weißem Hintergrund, wie bei einem Online-Zeitungsartikel. Weitere Bilder oder grafische Elemente sind in dem Ausschnitt nicht zu sehen.
Nennt mich konservativ, aber ich wünsche mir eine Zeit zurück, in der eine Regierung wenigstens Buchhandlungspreise noch halbwegs unfallfrei vergeben kann.
Erst die Buchbranche brüskieren, dann aus Angst vor Kritik auf der Bühne einen Preis absagen. Wolfram Weimer dürfte in der Kulturbranche mehrheitlich nicht mehr ernstgenommen werden – obwohl er zeitgleich gefährlich ist. www.zeit.de/feuilleton/2...
Und weil diese Eilmeldung gerade so schön passt: Weimer kann die Preisverleihung noch tausendmal absagen – die Buchhandlungen und die Branche wird zu diesem Datum trotzdem zusammenkommen und so laut werden, dass dem BKM Hören und Sehen vergehen.
www.faz.net/aktuell/feui...