Der ORF-Chef muss seinen Sessel vorzeitig räumen und seine Agenden übernimmt eine Frau. Radiodirektorin Ingrid Thurnher wird den ORF bis Jahresende durch Eurovision Song Contest, Fußball-WM und einen ORF-Wahlkampf-Sommer führen. Am 11. August wird dann regulär der neue Generaldirektor oder die Generaldirektorin ab 2027 bestellt. Muss man dazusagen, dass sich Thurnher eher nicht für diesen Posten bewerben wird? Es sei denn, sie kommt in den kommenden Monaten als Interimschefin doch noch auf den Geschmack.
So ähnlich ist es kürzlich Martha Schultz ergangen. Die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer übernahm im November das Amt von Harald Mahrer – eigentlich nur übergangsweise, bis ein neuer Wirtschaftskammer-Präsident gefunden wäre. Offenbar hat sie dann aber festgestellt: Wenn man den Job schon in der größten Krise übernimmt, kann man ihn auch gleich offiziell machen. Eine seltene Ausnahme. Sonst läuft es in Österreich nicht immer, aber erstaunlich oft nach dem Schema ab: Ein mächtiger Mann muss gehen – und mitten im größten Chaos übernimmt eine Frau.
Ein paar Beispiele für diese moderne Variante der Trümmerfrauen gefällig? Auf Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann folgte 2014 seine Stellvertreterin, Karin Bergmann. Auf den neu bestellten Direktor des Kunsthistorischen Museums, Eike Schmidt, folgte 2019 seine Vorgängerin Sabine Haag, nachdem Schmidt vier Wochen vor Amtsantritt abgesagt hatte. Als ebenfalls 2019 die türkis-blaue Bundesregierung im Zuge des Ibiza-Videos platzte, setzte Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit der ehemaligen Höchstrichterin Brigitte Bierlein (1949–2024) eine Frau an die Spitze der interimistischen Expertenregierung. Die erste Bundeskanzlerin der Zweiten Republik war somit nicht gewählt, sondern wurde in der Not gebeten, den Staat zu führen.
Die @mediawall.bsky.social über das "Glass Cliff" im ORF & warum in prekären Situationen so oft Frauen die Führung übernehmen. www.diepresse.com/20660258/und...
10.03.2026 09:52
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Programmankündigung für das Ö1 Medienmagazin #doublecheck. Es geht um die öffentlich-rechtlichen Sender, die unter Druck stehen. In der Schweiz wird am Sonntag über die Halbierung der SRG-Gebühr abgestimmt.
Leute. Heute #doublecheck über frontale & bizarre Angriffe auf die Öffentlich-Rechtlichen und den dramatischen Brain-Drain im Journalismus. Um 18.25 Uhr gleich nach dem #Abendjournal auf Ö1. oe1.orf.at/programm/202...
04.03.2026 22:57
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Das ist ein Argument für eine
Stärkung des ORF.
04.03.2026 11:54
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Was hier skurril ist - dieSubstanz.at
ANALYSE. ÖVP- und FPÖ-Landeshauptleute reiben sich an Finanzminister Marterbauer. Seine Aussage über ein gemeinsames Abendessen ist nur ein Vorwand dafür. Die „Kleine Zeitung“ berichtete nur am Rande ...
"Es ist das, was hier skurril ist: Er (Marterbauer Anm.)als Spezi von Babler, der gerne als „Links-Linker“ bezeichnet wird, ist derjenige, der aufs Geld schaut. Es sind nicht die, die sich als Bürgerliche oder Vertreter „der Mitte“ bezeichnen".
diesubstanz.at/laender/was-...
02.03.2026 08:04
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In der Energiepolitik spielt nicht nur die Straße von Hormus eine wichtige Rolle, sondern auch die hohle Gasse des »technikoffenen« Populismus …
02.03.2026 06:56
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Im letzten Absatz geht es nicht um eine Schuldfrage. Gemeint ist: So wie die ÖVP in NÖ nach rechts gekippt ist und agiert, kann auch die SPÖ nicht mehr mit ihr.
26.02.2026 09:27
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Politisch hat Mikl-Leitner Brücken zur Mitte und nach Links eben demonstrativ
abgerissen. Das ist auch insofern relevant, als Niederösterreich das Bundesland mit den meisten Wahlberechtigten in Österreich und damit ein besonderer Faktor ist; sowie dass die dortigen Schwarzen diejenigen sind, die innerhalb der gesamten Volkspartei am meisten Gewicht haben. Da weiß man, was aus dieser Ecke kommend morgen für gesamten Bundespolitik zu befürchten ist.
Der @johanneshuber.bsky.social trifft auf seinem Blog wieder einmal ins sprichwörtlich Schwarze: Die ÖVP Niederösterreich, die Justierung ihrer
Machtpolitik & die Hergovich-SPÖ lost in Opposition. diesubstanz.at/allgemein/gi...
25.02.2026 18:50
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