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Gunnar Sohn

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Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten. http://ichsagmal.com

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Gesundheit als betriebswirtschaftliche Vernunft - Ausblick auf die Zukunft Personal Nord am 25. und 26. März in Hamburg - ichsagmal.com Wer die Arbeitswelt dieser Jahre verstehen will, sollte nicht nur auf Konjunktur, Energiepreise und Zinsniveaus schauen. Er sollte auch auf Fehlzeiten, psychische Erschöpfung und die wachsende Fragili...

Gesundheit als betriebswirtschaftliche Vernunft - Ausblick auf die Zukunft Personal Nord am 25. und 26. März in Hamburg ichsagmal.com/gesundheit-a...

11.03.2026 12:00 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0

Was für ein Flurschaden für eine Branche, die ohnehin unter Druck steht. Statt sich - wie großspurig von ihm angekündigt - um die Regulierung von Monopol-Akteuren wie Google zu kümmern, beschädigt Weimar massiv das Ansehen der so wichtigen, kleinen Buchläden im Land. Ein Bärendienst für die Kultur.

11.03.2026 10:02 👍 291 🔁 83 💬 9 📌 3
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Der Bot am Ohr des Königs: Warum aus Kundenservice eine Gedächtnisfrage wurde – und was acht Jahre später daran stimmt - ichsagmal.com Der Kundenservice ist die Stelle, an der moderne Unternehmen ihre eigene Komplexität spüren – und sie dem Kunden weiterreichen. Wer dort anruft, landet oft in einem System, das so tut, als sei jeder K...

Der Bot am Ohr des Königs: Warum aus Kundenservice eine Gedächtnisfrage wurde – und was acht Jahre später daran stimmt | @gsohn.bsky.social
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29.12.2025 09:07 👍 1 🔁 1 💬 0 📌 0
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Der Mythos vom Bürokratieabbau – und die neue Lust am Formular: Warum wir seit Jahrzehnten „Entlastung“ rufen und am Ende doch nur die Papierstapel umsortieren - ichsagmal.com Das Ritual: „Wir bauen Bürokratie ab“ und gründen erst mal eine Taskforce Bürokratieabbau ist längst keine Politik mehr, sondern Liturgie. Ein Bekenntnis, das jede Legislaturperiode wie eine Regierung...

Der Mythos vom Bürokratieabbau – und die neue Lust am Formular: Warum wir seit Jahrzehnten „Entlastung“ rufen und am Ende doch nur die Papierstapel umsortieren | @gsohn.bsky.social
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19.01.2026 14:06 👍 1 🔁 1 💬 0 📌 0
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Mistral: Europas KI-Champion ist längst im Geschäft mit Militär und autonomen Waffen Die Wogen sind ordentlich hochgegangen rund um den Pentagon-Deal, den OpenAI schloss und Anthropic verweigerte. Das geht so weit, dass die

Mistral: Europas KI-Champion ist längst im Geschäft mit Militär und autonomen Waffen. www.trendingtopics.eu/mistral-euro...

11.03.2026 06:43 👍 1 🔁 1 💬 0 📌 0
Autoländ. Die Krokodilstränen der Spitzenverbände @WolfLotter Wenn Spitzenverbände über den Verlust von Industriearbeitsplätzen klagen, klingt es jedes Mal, als habe jemand nachts die Werkstore abgeschraubt. Ein Schock aus heiterem Himmel. Ein böser Zauber namens „Deindustrialisierung“. Und selbstverständlich: niemand in der Wirtschaft kann etwas dafür. Nur blöd, dass dieser Zauber seit Jahrzehnten dieselbe Handschrift trägt – die der eigenen Mitglieder. Wolf Lotter hat das auf X in ein Wort gegossen: „Autoländ.“ Und in einen Satz, den man als Triggerwarnung vor jede Verbandspressekonferenz hängen sollte: „Man muss schon wirklich sehr, sehr dumm sein, um nicht zu merken, was da läuft.“ Der Ton ist derb.

Autoländ. Die Krokodilstränen der Spitzenverbände @WolfLotter

Wenn Spitzenverbände über den Verlust von Industriearbeitsplätzen klagen, klingt es jedes Mal, als habe jemand nachts die Werkstore abgeschraubt. Ein Schock aus heiterem Himmel. Ein böser Zauber namens „Deindustrialisierung“. Und…

11.03.2026 06:30 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Über den diskreten Charme literarischer Ranglisten #SignaturenMagazin Es gehört zu den kleinen Zumutungen des digitalen Zeitalters, dass es selbst dort zu zählen beginnt, wo man früher noch unterschied. Auch die Literatur bleibt von diesem Hang zur Numerisierung nicht verschont. Was gelesen wurde, wird geklickt; was geklickt wurde, wird gelistet; und was gelistet ist, darf sich, für einen flüchtigen Augenblick jedenfalls, des Anscheins erfreuen, es habe damit schon etwas wie Geltung erlangt.

Über den diskreten Charme literarischer Ranglisten #SignaturenMagazin

Es gehört zu den kleinen Zumutungen des digitalen Zeitalters, dass es selbst dort zu zählen beginnt, wo man früher noch unterschied. Auch die Literatur bleibt von diesem Hang zur Numerisierung nicht verschont. Was gelesen wurde,…

10.03.2026 16:05 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Paul Feyerabend: Was die privaten Tonaufnahmen von 1984 bis 1993 über den berühmtesten Unruhestifter der Wissenschaftsphilosophie verraten Von Paul Feyerabend ist viel Lärm im Umlauf. Der Name ruft sofort die bekannten Reizwörter auf: Wissenschaftsanarchismus, Methodenfeindschaft, „Anything goes“, Angriff auf den Szientismus. Das sitzt fest, so fest, dass man darüber leicht übersieht, was für ein Ton in diesem Denken eigentlich herrschte. Denn Feyerabend war nie bloß ein Sprengmeister der Methode. Er war, tiefer und eigensinniger, ein Mann des Hörens: der Stimme, des Rhythmus, der Szene, des Auftritts, des Abgangs, der dramatischen Pause.

Paul Feyerabend: Was die privaten Tonaufnahmen von 1984 bis 1993 über den berühmtesten Unruhestifter der Wissenschaftsphilosophie verraten

Von Paul Feyerabend ist viel Lärm im Umlauf. Der Name ruft sofort die bekannten Reizwörter auf: Wissenschaftsanarchismus, Methodenfeindschaft, „Anything goes“,…

10.03.2026 14:05 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0
Wenn der Sturm kommt: Warum Corporate Influencing an Organisationen scheitert – und woran es wächst #ZukunftPersonalNord Überlegungen zu Winfried Ebners These, warum Corporate-Influencer-Initiativen an Organisationen scheitern Winfried Ebner macht in seiner zweiten Episode „Corporate Influencer Kompakt“ eine Beobachtung, die man in vielen Unternehmen inzwischen fast als Naturgesetz behandeln muss: Corporate Influencing wird zu oft als Plattform- und Contentfrage diskutiert – Profil, Reichweite, Postingplan – und zu selten als Organisationsfrage. Sein Kernargument ist sauber: Sobald Mitarbeitende sichtbar miteinander vernetzt agieren, verändern sich Arbeitsweisen.

Wenn der Sturm kommt: Warum Corporate Influencing an Organisationen scheitert – und woran es wächst #ZukunftPersonalNord

Überlegungen zu Winfried Ebners These, warum Corporate-Influencer-Initiativen an Organisationen scheitern Winfried Ebner macht in seiner zweiten Episode „Corporate Influencer…

10.03.2026 09:34 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Wer liest, liegt nicht bequem: Buchvorstellung in Bonn zum 10. Todestag von Roger Willemsen mit seinem Lektor Jürgen Hosemann – Lesung der Texte: Hektor Haarkötter Es beginnt mit einer Frage, die in Wahrheit keine Höflichkeit ist, sondern eine Zumutung: „Liegen Sie bequem?“ Wer sie hört, glaubt zunächst, es gehe um eine Haltung des Körpers. Roger Willemsen aber wusste, dass jede wahre Lektüre mit dem Gegenteil beginnt: mit einer kleinen Störung der Bequemlichkeit. Nicht der Leser soll es sich gemütlich machen im Text; der Text soll sich, wenn er etwas taugt, in den Leser einnisten, ihn verrücken, verunsichern, neu disponieren.

Wer liest, liegt nicht bequem: Buchvorstellung in Bonn zum 10. Todestag von Roger Willemsen mit seinem Lektor Jürgen Hosemann – Lesung der Texte: Hektor Haarkötter

Es beginnt mit einer Frage, die in Wahrheit keine Höflichkeit ist, sondern eine Zumutung: „Liegen Sie bequem?“ Wer sie hört, glaubt…

10.03.2026 07:00 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
KI-Vormärz, KI-Biedermeier, KI-Apokalyptik? Es gehört zu den eigentümlichen Ritualen der deutschen Gegenwart, dass fast jede neue Technologie zuerst von ihren Kommentatoren moralisch eingekesselt wird, bevor man sich mit ihr praktisch beschäftigt. Kaum taucht etwas auf, das Arbeitsweisen, Märkte und Machtverhältnisse verändert, wird nicht etwa gefragt, wie man es produktiv macht, sondern ob es uns geistig korrumpiert, sozial entwurzelt, politisch entmündigt oder gleich die Gattung auslöscht.

KI-Vormärz, KI-Biedermeier, KI-Apokalyptik?

Es gehört zu den eigentümlichen Ritualen der deutschen Gegenwart, dass fast jede neue Technologie zuerst von ihren Kommentatoren moralisch eingekesselt wird, bevor man sich mit ihr praktisch beschäftigt. Kaum taucht etwas auf, das Arbeitsweisen, Märkte…

09.03.2026 11:13 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Vom Buch zur Siliziummacht: Ein Gespräch zwischen Lischka und Kittler über Medien jenseits des Sinns Das Gespräch zwischen Gerhard Johann Lischka und Friedrich Kittler ist nicht einfach ein Interview über Medien. Es ist selbst schon eine kleine Szene jener historischen Verschiebung, die Kittler beschreibt: Die Theorie löst sich vom Primat des Sinns und wendet sich den materiellen Bedingungen zu, unter denen Sinn überhaupt erst zirkulieren kann. Lischka fragt noch aus einer Tradition der Geistes- und Kunstwissenschaft heraus nach Inhalten, Herkunft, Epochen und Geschlechterordnungen; Kittler antwortet mit einer radikalen Verschiebung des Blicks.

Vom Buch zur Siliziummacht: Ein Gespräch zwischen Lischka und Kittler über Medien jenseits des Sinns

Das Gespräch zwischen Gerhard Johann Lischka und Friedrich Kittler ist nicht einfach ein Interview über Medien. Es ist selbst schon eine kleine Szene jener historischen Verschiebung, die Kittler…

09.03.2026 08:32 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Die Konservierungs-Illusion: Warum Industriepolitik die Zukunft nicht retten kann, indem sie die Vergangenheit stützt Industriepolitik hat sich an ein Ritual gewöhnt: Wenn Produktion sinkt, sollen Strukturen „gerettet“ werden. Gemeint sind Werke, Lieferketten, Produktlinien, Beschäftigung – möglichst so, wie sie gestern waren. Das klingt bodenständig. Es ist oft der teuerste Weg, weil er am Kern vorbeigeht: Nicht die Industrie verschwindet, sondern ihre alte Zusammensetzung. Wer Strukturen konserviert, konserviert meist Klumpenrisiken. Der Pioneer-Text „Wohlstand von Unten“

Die Konservierungs-Illusion: Warum Industriepolitik die Zukunft nicht retten kann, indem sie die Vergangenheit stützt

Industriepolitik hat sich an ein Ritual gewöhnt: Wenn Produktion sinkt, sollen Strukturen „gerettet“ werden. Gemeint sind Werke, Lieferketten, Produktlinien, Beschäftigung –…

08.03.2026 11:25 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Dirk Baeckers neues Suhrkamp-Buch „Digitalisierung“ und die späte Einsicht, dass Suchmaschinen keine Gesellschaftstheorie ersetzen Der Satz „Luhmann statt Google“ steht nicht bei Dirk Baecker. Er stammt von mir. Ich habe ihn über einen älteren Text gesetzt, den ich 2019 noch einmal hervorgeholt habe, um zu prüfen, wo der frühe Instinkt in Sachen Computerkommunikation trug und wo er sich täuschte. Die spätere Diskussion in der #RheinlandRunde über den Niedergang lokaler und regionaler Medien im Rheinland gehört in dieselbe autobiographische Linie: als publizistische Selbstkontrolle, nicht als Baecker-Exegese.

Dirk Baeckers neues Suhrkamp-Buch „Digitalisierung“ und die späte Einsicht, dass Suchmaschinen keine Gesellschaftstheorie ersetzen

Der Satz „Luhmann statt Google“ steht nicht bei Dirk Baecker. Er stammt von mir. Ich habe ihn über einen älteren Text gesetzt, den ich 2019 noch einmal hervorgeholt…

07.03.2026 12:20 👍 2 🔁 0 💬 0 📌 0
Der Kompass, der sich dem Norden verweigert Ein alter Bus, der nicht geschniegelt über Autobahnen gleitet, sondern die kleinen, nicht digitalisierten Linien nimmt – jene Wege, auf denen der Zufall noch Vorfahrt hat. Im Armaturenbrett kein Heilsversprechen aus Satelliten, keine Stimme, die die Welt in „in 300 Metern rechts“ zerlegt. Stattdessen Blick nach vorn: offen. So hat sich „Gernstl unterwegs“ über 42 Jahre angefühlt – weniger als Fernsehformat denn als gelebte Poetik der Kontingenz.

Der Kompass, der sich dem Norden verweigert

Ein alter Bus, der nicht geschniegelt über Autobahnen gleitet, sondern die kleinen, nicht digitalisierten Linien nimmt – jene Wege, auf denen der Zufall noch Vorfahrt hat. Im Armaturenbrett kein Heilsversprechen aus Satelliten, keine Stimme, die die Welt…

06.03.2026 13:27 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Der digitale Doppelgänger: Warum die Angst vor KI-Agenten am eigentlichen Problem vorbeigeht #EinsteinApp #Wahlster #DFKI #ZPNachgefragtWeek Der Skandal, der keiner ist Die Debatte um KI-Agenten liebt den Moment der Empörung: Eine App taucht auf, verspricht, das Studium gleich mit zu erledigen, und verschwindet wieder – und schon steht das Urteil fest. Betrug. Bildungszerstörung. Ende der Leistungsprinzipien. Die „Einstein“-App – ein autonomer Agent, der sich im Namen von Studierenden in Lernsysteme einloggt, Vorlesungen „anschaut“, Paper liest, in Foren diskutiert und Hausarbeiten schreibt – lieferte diesen Moment in Reinform.

Der digitale Doppelgänger: Warum die Angst vor KI-Agenten am eigentlichen Problem vorbeigeht #EinsteinApp #Wahlster #DFKI #ZPNachgefragtWeek

Der Skandal, der keiner ist Die Debatte um KI-Agenten liebt den Moment der Empörung: Eine App taucht auf, verspricht, das Studium gleich mit zu erledigen,…

05.03.2026 12:23 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Die Rückkehr des Schalls: Max Raabe & Palast Orchester mit „Hummel streicheln“ in der restaurierten Beethovenhalle Manchmal braucht ein Gebäude keine neue Bestimmung, sondern nur seine alte Stimme zurück. Die Beethovenhalle, lange eher Legende als Gegenwart, knüpft nach der Restaurierung hörbar an jenen Gründungsoptimismus an, der 1959 in Fachkreisen in akustischer Euphorie kulminierte: ein Konzertsaal als wissenschaftlich geplantes Instrument, jeder Platz „mitten im Schallgeschehen“, dynamische Schwankungen kaum merklich, zugleich geeignet für barocke Linearität wie für romantische Klangmassen.

Die Rückkehr des Schalls: Max Raabe & Palast Orchester mit „Hummel streicheln“ in der restaurierten Beethovenhalle

Manchmal braucht ein Gebäude keine neue Bestimmung, sondern nur seine alte Stimme zurück. Die Beethovenhalle, lange eher Legende als Gegenwart, knüpft nach der Restaurierung hörbar an…

04.03.2026 08:44 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Wer KI nur für Texte nutzt, wird Plattform-Zulieferer Am Beispiel DuMont zeigt sich: Wer KI nur als Textmaschine nutzt, bleibt Zulieferer. Wer KI als Operating Model baut, gewinnt Tempo, Relevanz – und Marge. Die Medienbranche hat sich jahrelang an einer beruhigenden Idee festgehalten: Wenn die Inhalte stimmen, wird es schon irgendwie funktionieren. Nur leider hat sich das Spielfeld verändert. Auflagen sinken, Werbung ist volatil, Plattformen setzen Preise und Regeln.

Wer KI nur für Texte nutzt, wird Plattform-Zulieferer

Am Beispiel DuMont zeigt sich: Wer KI nur als Textmaschine nutzt, bleibt Zulieferer. Wer KI als Operating Model baut, gewinnt Tempo, Relevanz – und Marge. Die Medienbranche hat sich jahrelang an einer beruhigenden Idee festgehalten: Wenn die…

03.03.2026 10:18 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Fünf Weisen, null Orientierung: Wie ein Spitzengremium seine Autorität verspielt @MonikaSchnitzer @MonikaSchnitzer @umalmend @AchimTruger @MartinWerding @GFelbermayr Wenn ein beratendes Expertengremium in der Öffentlichkeit mit „großer Verwunderung“ und „allergrößtem Bedauern“ auf eine Personalentscheidung reagiert, ist das schon bemerkenswert genug. Wenn sich dann eines der verbleibenden Mitglieder öffentlich davon distanziert – „Ich habe dem Statement nicht zugestimmt“ – ist es kein Betriebsunfall mehr, sondern ein Symptom. Denn das ist der eigentliche Skandal: Nicht dass das Mandat von Ulrike Malmendier nach dreieinhalb Jahren nicht verlängert wurde (so unerquicklich das für die Qualität der Politikberatung sein mag), sondern…

Fünf Weisen, null Orientierung: Wie ein Spitzengremium seine Autorität verspielt @MonikaSchnitzer @MonikaSchnitzer @umalmend @AchimTruger @MartinWerding @GFelbermayr

Wenn ein beratendes Expertengremium in der Öffentlichkeit mit „großer Verwunderung“ und „allergrößtem Bedauern“ auf eine…

02.03.2026 18:43 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Nicht totzukriegen: Warum X im Profidiskurs eher stärker wird Wer über X spricht, landet schnell bei Personenkult: Besitzer, Skandale, Stilfragen. Das ist bequem – und oft unerquicklich. Aber medienpolitisch führt es am Kern vorbei. Entscheidend ist nicht, wer das Licht einschaltet. Entscheidend ist, ob die Leitung noch Strom liefert. Sie liefert. Und zwar gerade dort, wo Öffentlichkeit hergestellt wird: im Politik- und Wirtschaftsteil, in den Redaktionen, in den Netzwerken der Sachverständigen, Analysten, Verbände, Thinktanks.

Nicht totzukriegen: Warum X im Profidiskurs eher stärker wird

Wer über X spricht, landet schnell bei Personenkult: Besitzer, Skandale, Stilfragen. Das ist bequem – und oft unerquicklich. Aber medienpolitisch führt es am Kern vorbei. Entscheidend ist nicht, wer das Licht einschaltet. Entscheidend…

02.03.2026 17:10 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Kommentar: „Nur zum Spaß“ ist keine Unschuld – es ist ein Marktsignal Mich stört an der ganzen Debatte eine Geisteshaltung, die im Netz seit Jahren als Tugend verkauft wird: „Wir machen das einfach nur aus Spaß.“ Als sei „Spaß“ ein ethischer Freifahrtschein. Als sei Publizieren ein Hobby wie Modelleisenbahn – nur dass hier nicht kleine Züge kreisen, sondern Aufmerksamkeit, Reichweite, Deutungshoheit und am Ende auch politische Wirklichkeit. #9vor9 war mal ein kommerzielles Projekt.

Kommentar: „Nur zum Spaß“ ist keine Unschuld – es ist ein Marktsignal

Mich stört an der ganzen Debatte eine Geisteshaltung, die im Netz seit Jahren als Tugend verkauft wird: „Wir machen das einfach nur aus Spaß.“ Als sei „Spaß“ ein ethischer Freifahrtschein. Als sei Publizieren ein Hobby wie…

02.03.2026 14:52 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Anonymität ist kein Freibrief – Klarnamenpflicht aber auch kein Heilmittel Stefan Pfeiffer argumentiert in einem Blogbeitrag überzeugend gegen den reflexhaften Ruf nach einer Klarnamenpflicht: Wer Pseudonymität pauschal abschafft, trifft sehr oft diejenigen, die sie als Schutz brauchen – Whistleblower, Minderheiten, Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen. Der „chilling effect“ ist real: Schon die Drohung, identifizierbar zu werden, kann reichen, um legitime Rede zu unterlassen. Genau deshalb ist es rechtspolitisch nicht trivial, den Namen zur Eintrittskarte in die digitale Öffentlichkeit zu machen.

Anonymität ist kein Freibrief – Klarnamenpflicht aber auch kein Heilmittel

Stefan Pfeiffer argumentiert in einem Blogbeitrag überzeugend gegen den reflexhaften Ruf nach einer Klarnamenpflicht: Wer Pseudonymität pauschal abschafft, trifft sehr oft diejenigen, die sie als Schutz brauchen –…

02.03.2026 12:51 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0
Recruiting 2026: Wenn die Jobsuche „conversational“ wird – und HR noch über Sichtbarkeit streitet Holger Schmidt (FAZ) schreibt über das amerikanische KI-Paradoxon: Wachstum ohne Jobaufbau, Produktivität rauf, Beschäftigung flach. Man kann daraus eine große Arbeitsmarkt-Dystopie ableiten. Man kann aber auch – und das war für mich der deutlichere Befund der #ZPNachgefragtWeek – auf die Stellschraube schauen, die Deutschland sofort trifft: Matching. Nicht als Buzzword, sondern als harte Realität im Recruiting. Denn während wir in Deutschland noch über „Fachkräftemangel“ diskutieren, als sei das eine Stimmungslage, zeigt Robindro Ullah (Trendence): Der Arbeitsmarkt ist längst dabei, sein Betriebssystem zu wechseln.

Recruiting 2026: Wenn die Jobsuche „conversational“ wird – und HR noch über Sichtbarkeit streitet

Holger Schmidt (FAZ) schreibt über das amerikanische KI-Paradoxon: Wachstum ohne Jobaufbau, Produktivität rauf, Beschäftigung flach. Man kann daraus eine große Arbeitsmarkt-Dystopie ableiten. Man kann…

02.03.2026 11:26 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Kartonlicht und Kupferstichrauch: Über Ragnar Helgi Ólafssons „Die Bibliothek meines Vaters“ im Update Juni zweitausendfünfundzwanzig Das Update, das alles zusammenschiebt Die Strawberries Champagne Bar hat geschlossen. Guðmundur Jónasson, der letzte der Petsamo Pilger, ist gestorben. Und unten, im Keller, liegen die Überreste der väterlichen Bibliothek in Kartons, unbewegt und still. Mit dieser knappen Nachrichtenlage beginnt plötzlich ein ganzer Roman der Dinge: Nicht nur Menschen verschwinden, auch Orte, auch Routinen, auch jene Nebenbühnen des Lebens, an denen man merkt, wie Zeit arbeitet.

Kartonlicht und Kupferstichrauch: Über Ragnar Helgi Ólafssons „Die Bibliothek meines Vaters“ im Update Juni zweitausendfünfundzwanzig

Das Update, das alles zusammenschiebt Die Strawberries Champagne Bar hat geschlossen. Guðmundur Jónasson, der letzte der Petsamo Pilger, ist gestorben. Und unten,…

02.03.2026 06:30 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Smart statt hart: Warum die Krankenstandsdebatte den falschen Gegner bekämpft @Bundeskanzler #ZPNachgefragtWeek Deutschland liebt die große Erzählung. Wenn die Konjunktur schwächelt, muss irgendwo ein Schuldiger stehen, am besten einer, der sich moralisch sortieren lässt: „zu oft krank“, „zu wenig Arbeit“, „zu viel Teilzeit“, „zu bequem geworden“. Dann braucht es nur noch einen Satz fürs Abendprogramm – und schon ist aus einem komplexen System eine Schlagzeile geworden. Genau so funktioniert die neue Debatte, die seit dem Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz wieder auf dem Tisch liegt: Tele-AU, Krankenstand, Leistungsfähigkeit – als wäre die Arbeitswelt ein Motor, der nur deshalb stottert, weil der Fahrer zu oft auf die Bremse tritt.

Smart statt hart: Warum die Krankenstandsdebatte den falschen Gegner bekämpft @Bundeskanzler #ZPNachgefragtWeek

Deutschland liebt die große Erzählung. Wenn die Konjunktur schwächelt, muss irgendwo ein Schuldiger stehen, am besten einer, der sich moralisch sortieren lässt: „zu oft krank“, „zu wenig…

01.03.2026 13:34 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Deutschland im Gegenwind – und der Arbeitsmarkt als Gezeitenanzeiger #ZPNachgefragtWeek Man kann Konjunktur lesen wie Wetterberichte: Einkaufsmanagerindizes, Auftragseingänge, Insolvenzen. Aber wer wissen will, ob ein Land seine Wachstumskräfte verspielt oder nur durch ein Tal fährt, schaut auf einen anderen, unterschätzten Indikator: auf das Angebot an Arbeit – und die Geschwindigkeit, mit der es verschwindet. Nicht als dramatische „Welle“, sondern als Ebbe. Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte und Sessiongeber der #ZPNachgefragtWeek, hat dafür eine Formulierung, die in Zeiten dauererregter Schlagzeilen fast provokant klingt: „realistischer Optimismus“ habe derzeit „mehr Realitätsnähe“ als der verbreitete Alarmismus.

Deutschland im Gegenwind – und der Arbeitsmarkt als Gezeitenanzeiger #ZPNachgefragtWeek

Man kann Konjunktur lesen wie Wetterberichte: Einkaufsmanagerindizes, Auftragseingänge, Insolvenzen. Aber wer wissen will, ob ein Land seine Wachstumskräfte verspielt oder nur durch ein Tal fährt, schaut auf…

28.02.2026 14:54 👍 2 🔁 3 💬 0 📌 0
Jobwechsel 2026: Wenn der Arbeitsmarkt taut – und doch noch Eis trägt #ZPNachgefragtWeek Ein Markt im Tauwetter, kein freies Schwimmen Wer dieser Tage wissen will, ob es klug ist zu wechseln, muss zuerst lernen, den Arbeitsmarkt wieder zu lesen. Nicht als Stimmungsbild, sondern als System. In den Schlagzeilen wirkt er wie eine schwarze Tafel: Stellenabbau in der Industrie, die magische „Drei-Millionen“-Zahl bei der Arbeitslosigkeit, Standortpessimismus im Dauerlauf. Dr. Tobias Zimmermann hat in seiner Session auf der #ZPNachgefragtWeek genau gegen diese Dramaturgie argumentiert – nicht, weil er die Krise leugnet, sondern weil er die falsche Deutung für gefährlicher hält als den Gegenwind selbst.

Jobwechsel 2026: Wenn der Arbeitsmarkt taut – und doch noch Eis trägt #ZPNachgefragtWeek

Ein Markt im Tauwetter, kein freies Schwimmen Wer dieser Tage wissen will, ob es klug ist zu wechseln, muss zuerst lernen, den Arbeitsmarkt wieder zu lesen. Nicht als Stimmungsbild, sondern als System. In den…

27.02.2026 16:43 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
HR unter Druck: Wenn Recht plötzlich wieder Standortpolitik ist #ZPNachgefragtWeek In vielen Unternehmen hängt 2026 ein neues Messinstrument an der Wand: kein Thermometer für die Konjunktur, sondern ein Manometer für Legitimität. Kostendruck, Transformation, Personalknappheit – das ist die eine Seite. Die andere: Beschäftigte erwarten Fairness, Beteiligung und Schutz. Und HR steht dazwischen wie die Schalttafel eines Kraftwerks: stabilisieren und liefern, während Politik und Regulierung das Netz laufend neu verschalten.

HR unter Druck: Wenn Recht plötzlich wieder Standortpolitik ist #ZPNachgefragtWeek

In vielen Unternehmen hängt 2026 ein neues Messinstrument an der Wand: kein Thermometer für die Konjunktur, sondern ein Manometer für Legitimität. Kostendruck, Transformation, Personalknappheit – das ist die eine…

27.02.2026 07:48 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0
Empathische KI: Der neue Standortfaktor heißt Beziehung #ZPNachgefragtWeek Die nächste Produktivitätswelle kommt nicht mit mehr Rechenleistung, sondern mit einem paradoxen Versprechen: Maschinen sollen einfühlsamer werden, damit Menschen weniger Maschine sein müssen. In der Session „Empathische KI: Wenn IT-Systeme einfühlsam werden – und Menschen wieder mehr Mensch sein können (Human X AI)“ beschreibt Professor Wolfgang Wahlster, Gründungsdirektor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), genau diesen ökonomischen Kipppunkt: Kognitive KI ist heute Commodity – der Engpass wandert zur…

Empathische KI: Der neue Standortfaktor heißt Beziehung #ZPNachgefragtWeek

Die nächste Produktivitätswelle kommt nicht mit mehr Rechenleistung, sondern mit einem paradoxen Versprechen: Maschinen sollen einfühlsamer werden, damit Menschen weniger Maschine sein müssen. In der Session „Empathische…

27.02.2026 07:29 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0
People First: Warum KI selten am Code scheitert – und fast immer am Betrieb #ZPNachgefragtWeek Wer in diesen Monaten durch die Flure größerer Organisationen geht, hört ein merkwürdiges Geräusch: nicht das Surren neuer Technik, sondern das Schleifen alter Routinen. KI ist da – aber sie landet oft dort, wo schon Excel-Tabellen, Prozesshandbücher „Stand 2014“ und unklare Zuständigkeiten wohnen. Genau in dieser Kollision liegt die eigentliche Wahrheit vieler Transformationsprogramme: Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technologie, sondern an der Organisation.

People First: Warum KI selten am Code scheitert – und fast immer am Betrieb #ZPNachgefragtWeek

Wer in diesen Monaten durch die Flure größerer Organisationen geht, hört ein merkwürdiges Geräusch: nicht das Surren neuer Technik, sondern das Schleifen alter Routinen. KI ist da – aber sie landet oft…

26.02.2026 16:13 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0