Jedem Tierchen sein Panaschierchen.
Jedem Tierchen sein Panaschierchen.
Ich habe heute panaschiert.
Das Gegenteil ist der Fall: Erst dadurch, dass es den Versuch anstellt, wird es überhaupt zur Zielscheibe. Amerika greift gerade deshalb nun an, um einen gefährlichen Spieler einzudämmen - und die Botschaft zu senden, dass China keine Rettung ist, wenn es hart auf hart kommt.
Passend dazu der ergänzende Blick auf die Geostrategie: Amerika geht es nicht in erster Linie um Israel. Es geht um die verhängnisvoll fehlgeleitete Idee des Iran-Remimes, mit Aufrüstung und Hinwendung an China eine Lebensversicherung abzuschließen und zu gefährlich zu werden, um beseitigt zu werden
Die Menschen im Iran, die sich unter Einsatz ihres Lebens gegen diesen Irrsinn und für eine rationale Vorstellung eines guten Lebens kämpfen, haben die Chance, auch anderen eine Tür aus diesem Wahnsinn zu öffnen. Helft ihnen. Und versaut es ihnen nicht.
... und nie aufhören wird, sein eigenes Volk zu unterdrücken und zu opfern und sein eigenes Land verkommen zu lassen für die höhere Überzeugung eines Heilsversprechens, hier konkret, dass man die Juden aus Israel vertreiben kann wie die Franzosen aus Algerien, wenn man sie nur hart genug quält.
Kern der Sache: Man hat es bei der "Achse des Widerstands" (eigentlich treffender übersetzt mit: "Achse des andauernden kriegerischen Kampfes") mit einem Gegner zu tun, der aus politischen und religiösen Gründen so tief überzeugt ist von seiner Sache, dass er nicht abschreckbar ist ...
Kann die Empfehlung nur bekräftigen.
Wer immer 2 Stunden übrig hat, um sich kundig erklären zu lassen, worum es geht im Kampf des iranischen Regimes gegen den Freiheitsdrang seines Volkes, bei seiner "Widerstands"-Doktrin und warum westliche Revolutionsromantik ihm immer eine Hilfe war und bis heute ist: Sie sind hier gut investiert.
"Wie werden wohl die Menschen in der Ukraine auf Ihren Brief reagieren?" - "Kommt drauf an, welche Menschen. (...) Am Ende geht es nicht um Befindlichkeiten."
Putin sei "sehr, sehr gereizt". Über dies und anderes wollte sie "die Menschen aufklären".
Vor vier Jahren - nicht heute, paar Wochen später - auch das Radiointerview mit Alice Schwarzer mit dem unsterblichen Dialog:
"Wo ist die Grenze (der verantwortbaren Solidarität mit der Ukraine)?" - "Die zieht der russische Außenminister."
In meinem persönlichen Umfeld fiel vor vier Jahren bei einem Streit über das Thema der Satz "Diesen Krieg wollten doch eindeutig beide Seiten". Dieser Satz und alles, was da dranhängt und dahintersteckt, macht mich fertig. Damals, heute und für immer.
Wenn Frieden kommt, wird nur ein Teil der ins Ausland geflüchteten Ukrainer zurückkehren. Nur ein Teil der zerstörten Ortschaften je wiederaufgebaut. Die Entminung wird Jahrzehnte dauern. Es ist völlig egal, was dieser Krieg Russland „gekostet“ hat, schaut euch die Schäden in der Ukraine an
Demographisch ist Ukraine wegen der von Putin ausgelösten Flucht von Frauen und jungen Menschen ins Ausland so schlimm dran wie nie seit 1945. Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung sind düster. Putins Zerstörunglust hat das Land für immer gezeichnet
Gerade heute kann ich diese „putin is losing“-Beschwörungen nicht mehr lesen. Der Mann hat große Teile der Ost- und Südostukraine unwiederbringlich zerstört, landwirtschaftliche Flächen vermint und verseucht, Millionen Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt.
Völler: "Es gibt keine Maulkorb, jeder kann seine Meinung sagen und auch Dinge kritisch sehen, aber nicht am Tag vor dem Spiel." Ab da unkritisch.
Klingbeil war in der Premier League?
Freiwasser.
In Germany, we don't say "Safe Space", we say "Eiskanal" and I think it's beautiful.
Nicht zu vergessen, btw (hab es selber vergessen): Iran ist halt auch Geopolitik. Es geht da immer auch darum, was China in der Region treibt und forciert (wie bei Venezuela auch).
"Denkt aber dran: Ich bin ja schon auch eine Minderheit" - und darauf mehrfach zu hören bekommen hätte: "Ja schon. Aber doch keine 'richtige' Minderheit."
Ich habe da heute daran gedacht, als ich auf ein Interview mit David Schwimmer gestoßen bin, der von Gesprächen mit Fans berichtet hat, die zu "Friends" (zu Recht) angemerkt haben, dass es dem Cast an Diversität gemangelt hat und darauf (ebenfalls zu Recht) eingeschränkt hat:
Wenn man Gil hier einseitig als den privilegierten Mann, den Sympathieträger des reaktionären, postfaktischen Backlash zeichnet, macht man eine andere Minderheitenposition und deren Geschichte unsichtbar, lässt ein zentrales Element weg, ohne das man diese kompliziertere Story nicht verstehen kann.
Ich unterstelle: Es ist keine böse Absicht, vielleicht wird auch bewusst vorausgesetzt: Jeder kennt ja die Story, was soll man das noch vertiefen und sich verzetteln, ist hier ja nicht mehr das Thema. Ich halte das aber erstens für einen Irrtum und zweitens für problematisch und symptomatisch.
Wenn es im Ariel geht, wird der sexistische Blick auf sie und wie das gesellschaftliche Dynamiken spiegelt, klar gesehen und benannt. Gils Jüdischsein dagegen kommt nicht vor. Es wird nicht erwähnt, als spielte es in der ganzen Geschichte keine Rolle. Das ist bemerkenswert.
Ergänzende Gedanke, schwang schon implizit mit, aber ausdrücklich: Ich hab mittlerweile mehr als eine kluge, anspruchsvoll-feuilletonistische Analyse zur Rezeption des diesjährigen IBES und Gil vs. Ariel gelesen, in denen eine Unwucht enorm auffiel:
Mal bist du im Leben das deutsche Schlittendings, mal bist du der Eiskanal.
Ohne einen sicher gestandenen Axel wird es nicht reichen.
Dreifacher Lutz