hallo bsky-welt ... (ich sehe mal, ob und wie ich das hier gebrauchen kann.)
hallo bsky-welt ... (ich sehe mal, ob und wie ich das hier gebrauchen kann.)
meine mutter hörte. icht dylan, sondern bach, aber auf seltsame weise erzeugte diese musik in estland auch ein "Folk", denn die nach 1850 aufsteigenden esten wurden v.a. durch musik in kirchengemeinden sozialisiert. meine bach-mutter war immer antirassistischer als mein jazz-vater.
und es ist ihr gelungen, weil sie mit dem israelischen ethno-rechtsextremismus kalkulierte.
was da sich formte, und das waren tatsächlich generationelle erfahrungen, ist die entstehung eines weltbürgerlichen "Folks", eben nicht: "Volks", und schon gar nicht: "völkischen Volks", das sich aus stimmen verschiedenster herkunft herstellte, und überhaupt nicht: aus genen.
mein vater, münchner kind eines in die großstadt münchen eingewanderten oberpfälzischen bauernsohns & einer in augburg geborenen kunstlehrerin, entdeckte in den 1950ern schwarzen new orleans jazz & gospel und liebte später dann auch dylan, den er von meinen platten kannte.
ich, aufgewachsen aber nicht wirklich zuhause in der oberbayerischen salz-stadt reichenhall, kind einer mutter, deren vorfahren in estland halb ex-leibeigene & halb deutsche einwanderer waren, hörte als teen dann im radio: #dylan, der US-"folk" mehr erfand als übernahm, ua beeinflusst von #brecht.
seine großeltern mütterlicherseits waren litauische juden, die 1902 immigriert waren. er wuchs auf in hibbing, einer eisenminenstadt, gegründet von frank hibbing, einwanderer aus niedersachsen. bob hörte als teen blues & country-sender aus dem süden, und dann rock'n'roll, little richard & elvis.
und worüber ich gerade nachdenke, ist u.a. dies: dylan ist ja geboren als robert zimmerman, was irgendwie deutsch klingt. aber seine großeltern väterlicherseits, anna kirghiz & zigman zimmerman, immigrierten aus odessa in die USA, nach den pogromen von 1905.
und beileibe nicht alles, was er gemacht hat, spricht zu mir, aber das, was dann aber bleibt und mich zu tränen rührt & seltsam im kern meines wesens trifft (bzw. diesen kern erst holographisch erzeugt, sehr dylanistischer gedanke) sind dann halt 100+ song-events aus musik, text, stimme, phrasing.
in dem großen dylan-wälzer, der jetzt ansatzweise die text skizzen aus dem dylan-archiv erschließt, erkennt man umrisse der künstlerischen persona "dylan", die nicht zu verwechseln ist mit der interessant schrägen, durchaus nicht immer sehr sympathischen person.
seit ich 13 war, bin ich einer von den nicht wenigen männlich sich lesenden menschen, für deren subjekt-werdung & subjekt-bleibung die musik/stimme von #dylan eine erstaunlich große rolle spielt. ich sah mich nie als dylanist, aber habe jetzt möglicherweise die grenze überschritten.
im alter ja tatsächlich zunehmend slower and more quiet. (wobei ich loud & fast immer noch mag & weiterhin sehr gut verstehe.)
wenn ich allein leben würde, und unglücklicher, würde ich YT reaction videos machen. vielleicht jahr für jahr seit meinem
geburtsjahr 1961 die songs, die (bis 1976: nachträglich) in meine identität eingegangen sind.
fotografie & film waren bereits in meiner uralten wahrnehmung (ca. 1980) nur noch erträglich, wenn sie grobkornig und brüchig waren. es ist also kein Ki-phänomen, die werbe- & film-ästhetik hat das seit jahrzehnten vorweggenommen.
Der Große Krieg. www.kulturrat.de/themen/erinn...
schon sehr lang nicht mehr hier auf #bluesky gewesen, weil es eigentlich mein zufluchtsort werden sollte.
hier will ich eigentlich keine ernsthaften sachen besprechen, aber #gaza (auf xtwitter). sonst sieht es so aus:
Weihnachtsgeschenk der Tochter, passend für jemand, der 1975 post-APO-verhetzt dicke Kapitalisten mit Zigarren beim Ringelreihen um den Lichterbaum gezeichnet hat ... (Leseempfehlung trotz sehr trockenem Titel.)
und dieses teen-fragment aus derselben zeit hatte ich dann auch gleich wieder im kopf:
"Wir sind Helden des Alltags / in der Tragik des Banalen / liegt die wahre Bewährung /einen Ausweg gibt es nicht."
die qualität eingeklammert, aber mit beiden fragmenten kann ich mich immer noch identifizieren.
zur selbstdokumentation ein pathetisches fragment, aus dem nichts erinnert, das ich mit 18 geschrieben haben muss (und seither nie wieder dran gedacht): "Willkommen bei den #Verlierern / die um ihr Leben kämpfen jeden Moment / jetzt bist auch du ein ewiger Zweifler / der gegen diese Welt anrennt."
sowas ist schlicht die mehr oder minder bewusste entscheidung derer, die eine KI für ihr anwendungsgebiet "fine-tunen". das entscheidet nicht eine universal-KI "aus dem bauch heraus".
ja, eine komplexe feedback-selbstlerntechnologie, aber die transformt bei text und bild ganz verschiedene zeichensystem-patterns. (sie wollen das mit einer "multimodalen" kombi beheben.)
ja, genau. text-KI ist eine ganz andere sache, weil "sprache/text" ganz anders und substanzieller funktioniert als "bild".
ja, es sind ja auch eher "visuelle manier"-nachahmung-maschinen, was mich ausgesprochen langweilt. irgendwann kann man dann marvel-blockbuster ganz als ki-"trickfilme" drehen. so what?
midjourney, oder ein anderes der ganz großen? (ich benutze das zeug nicht, weil mir nicht einfällt wofür, aber vertrauenswürdige experten meldeten, dass man das wegtrainiert hat.)
ja, das hatten sie. es war wohl sehr schwierig, ihnen das abzuerziehen. (in ihrer eigenen "logik" war das kein fehler.)
Selbstbeschreibung als Verlierer:
"Aber ich bin auch selbst schuld. Ich fühlte mich seit jeher zerstreut & verirrt, sozial ortlos & konträr, eine Mischung aus "mit großen Fragen beschäftigt" & "punching above my weight". Für mich hätte es eine Ausnahme gebraucht, eine Art Think Tank, ein Team."
#Selbstreferenz Auch wenn man sich mit Blick auf Dachlawinen heute nicht so weit ausm Fenster lehnen sollte, behaupte ich: Physik hat & braucht überhaupt keinen "Realitätsbegriff" jenseits ihrer forschungspraktischen Welteinstellung.
Außer in Festreden. Und dann wirds Metaphysik.
Ähnlich Janich:
dann versuche es halt mit großer rhetorik: historischer #epochenbruch und neuanfang, mit allen begleiterscheinungen. ja, auf vielen ebenen und in vielen strängen bis hin zur einzelbiografie "geht es weiter", auch dann, aber der bruch ist überall da und er wirkt sich überall aus.
Aus Witz wird Ernst, wenn KI zB in der US-Justiz zu Entscheidungen beiträgt, trainiert mit Urteilen, die den strukturellen Rassismus reproduzieren.
www.franz-illustrationen.de/comics/