Sanz Briz mietet für die Verfolgten Wohnungen an und deklariert diese als Teil der spanischen Botschaft. Im November 1944 fordert er öffentlich das Ende der Judenverfolgung. Dann verlässt er Budapest. 1980 stirbt Sanz Briz in Rom. Er gilt als „Gerechter unter den Völkern“. 2/2
09.03.2026 20:00
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Ángel Sanz Briz, spanischer Diplomat an der Botschaft Budapest. Im März 1944 besetzen die Deutschen Ungarn, die Judenverfolgung beginnt. Sanz Briz stellt zunächst 200 Sepharden spanische Papier aus, dann immer mehr Jüdinnen und Juden – insgesamt rettet er 5200 Menschenleben. 1/2
09.03.2026 20:00
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Freu mich über den Carmeo-Auftritt mit »Vor dem Untergang« bei @nminkmar.bsky.social und Joachim Telgenbüscher in 'Was bisher geschah' – die aktuelle Folge über Leni Riefenstahl und andere langlebige Karrieren vom »Dritten Reich« bis in die Bonner Republik ist sehr hörenswert
08.03.2026 13:28
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Freiheit ohne Gleichheit ist Ausbeutung.
Gleichheit ohne Freiheit ist Unterdrückung.
Solidarität ist die Quelle von Freiheit und Gleichheit.
Rosa Luxemburg,
geboren am 5. März 1871
05.03.2026 07:37
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»Im Rheinland scheint der Widerstand zu zerbröckeln. Trier unberührt, kapitulierte anspruchslos, und jedermann hing weiße Fahnen aus.«
Thomas Mann, Tagebuch, 2. März 1945.
02.03.2026 09:13
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Foto oben: Ida Brunelli-Lenti nach 1945
Foto unten: Ida Brunelli-Lenti mit den drei Kindern Sandro, Fiorenza, Lisetta und israelischen Soldaten in Venedig.
www.yadvashem.org/de/righteous...
28.02.2026 08:26
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Unter deutscher Besatzung riskiert Ida ihr Leben. Sie weiht ihre Mutter ein. Die drei Kinder überleben in Verstecken der Kirche. Ida verbringt jeden Sonntag mit ihnen. 1945 wandern die Kinder nach Israel aus. Ida Brunelli (später Lenti) gilt als „Gerechte unter den Völkern“. 2/2
28.02.2026 08:21
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Ida Brunelli, 15, Babysitterin. Bei Arezzo passt sie auf die drei Kinder der Tänzerin Yuzzi auf. Dass sie jüdisch sind, weiß sie nicht. Erst als Yuzzi 1943 herzkrank wird, vertraut sie sich Ida an – und bittet sie auf dem Sterbebett, sich der Waisen anzunehmen. Ida stimmt zu. 1/2
28.02.2026 08:20
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Es ist schon so. Der Frühling kommt in Gang.
Die Bäume räkeln sich. Die Fenster staunen.
Die Luft ist weich, als wäre sie aus Daunen.
Und alles andre ist nicht von Belang.
Erich Kästner, Besagter Lenz ist da
26.02.2026 08:21
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Im September 1943 wird sie verhaftet, zum Tode verurteilt und am 3. November 1944 in Plötzensee ermordet. Mehrere Gnadengesuche waren abgelehnt worden. Sie wurde nur 25 Jahre alt. Die Gedenkstätte Plötzensee und das @dznsza , von dem diese Folie stammt, erinnern an sie. 2/2
24.02.2026 08:37
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Galina Romanowa, beendet 1943 ihr Medizinstudium, wird kurz darauf von den Nazis aus der Ukraine ins Reichgebiet verschleppt. Als zwangsarbeitende Ärztin versorgt sie Zwangsarbeiter:innen in Brandenburg. Dann schließt sie sich der Widerstandsgruppe „Europäische Union“ an. 1/2
24.02.2026 08:36
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»Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben. Dazu brauchen wir einen harten Geist und ein weiches Herz. Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur suchen wir sie zu wenig.«
Sophie Scholl,
ermordet am 22. Februar 1943
in München
22.02.2026 15:37
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Hilde Domin, schwarz weiß Fotografie
Nicht im Stich lassen,
sich nicht und andere nicht,
das ist die Mindestutopie,
ohne die es sich nicht lohnt,
Mensch zu sein.
Hilde Domin,
gestorben am 22. Februar 2006 in Heidelberg.
22.02.2026 10:10
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„Wenn dir ein Fels vom Herzen fällt, so fällt er auf den Fuß dir prompt!
So ist es nun mal auf der Welt:
ein Kummer geht, ein Kummer kommt…“
Heinz Erhardt ,
geboren am 20. Februar 1909.
20.02.2026 14:52
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Fand es schon als Hardcover sehr gut. Kauf- und ggf Leseempfehlung
19.02.2026 10:12
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Ich habe das Buch gelesen. Eine sehr gute Zusammenfassung der Banalitäten des Bösen.
Tief beeindruckend beschrieben, wie weltfremde und weltentrückte Individuen die Welt in die Zwickmühle nahmen und dabei selber doch "kleingeistig verarmt" waren.
Absolut lesenswert 👍
19.02.2026 13:09
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Kurze Ankündigung: Am 12. Mai 2026 erscheint »Vor dem Untergang« bei @suhrkamp.de als Taschenbuchausgabe. Freue mich sehr. Und für besonders Interessierte hat sich die Marketingabteilung noch ein kleines Schmankerl einfallen lassen: sieben Bücher zum Preis von nur sechs!
19.02.2026 08:27
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Er tritt mit mit seinem Karnevalsprogramm vor anderen Emigrant*innen und im Rundfunk auf. Seine Tochter Erika steht mit ihm auf der Bühne. Salomon stirbt 1970.
In seiner Heimatstadt Köln erinnert seit 2019 ein Stolperstein vor seinem Wohnhaus in der Lothringer Straße an ihn. 2/2
16.02.2026 11:05
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Max Salomon, geboren am 3. Juni 1886 in Köln, Präsident des jüdischen Karnevalsvereins „Kleiner Kölner Klub", Büttenredner, Spitzname "Pläät" (Glatze). 1935 erteilen die Nazis ihm Auftrittsverbot. 1939 emigriert er nach Los Angeles – und macht dort weiter als Karnevalist. 1/2
16.02.2026 10:47
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»Die jungen Menschen schon müssten unterrichtet werden über die demagogischen Tricks. Dann würde in der Geschichte viel Unheil verhindert werden können.«
Max Horkheimer
geboren am 14. Februar 1895
15.02.2026 11:16
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Am Abend des 13. Februar 1970 wurden bei einem antisemitischen Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in München sieben Menschen getötet, darunter Überlebende der Shoah. Heute erinnert eine Gedenktafel in der Synagoge Reichenbachstraße an die Opfer.
13.02.2026 06:41
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Schwarz weiß Portrait von Bertolt Brecht
„Während meines 9-jährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern.“
Bertolt Brecht,
geboren am 10. Februar 1898 in Augsburg.
10.02.2026 04:54
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»Die Katastrophe fängt damit an, dass man aus dem Bett steigt.«
Thomas Bernhard
geboren am 9. Februar 1931
09.02.2026 09:50
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8. Februar.
Bald aufgestanden, Arbeitsmöglichkeit.
Franz Kafka
Das vierte Oktavheft: 8. Februar 1918; Montag
08.02.2026 20:05
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7. (Februar 1915)
Endlose Quälereien.
Bei einem gewissen Stande der Selbsterkenntnis und bei sonstigen für die Beobachtung günstigen Begleitumständen wird es regelmäßig geschehn müssen, dass man sich abscheulich findet.
Franz Kafka, Tagebuch, 7. Februar 1915; Sonntag.
07.02.2026 19:29
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»Es mag Dir pathetisch klingen, aber ich betrachte es als heilige Aufgabe mitzuhelfen in meiner Art im Kampf gegen Nazitum, menschliche Sturheit, Schlappheit und Barbarei. Was in Deutschland geschieht, geht die ganze Menschheit an.«
Irmgard Keun
geboren am 6. Februar 1905
06.02.2026 12:31
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Der Petrisberg in Trier im grauen Regenwetterlicht.
Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.
Erich Kästner, Der Februar.
06.02.2026 07:31
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„Denn so sind die Menschen: Eine gemeinsame Furcht führt sie leichter zusammen als eine gemeinsame Liebe.“
Hans Fallada,
gestorben am 5. Februar 1947 in Niederschönhausen, Berlin.
05.02.2026 10:11
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»Es gibt zwei Möglichkeiten, einem Menschen, der von einer Last gedrückt wird, zu helfen. Entweder man nimmt ihm die ganze Last ab, so daß er künftig nichts mehr zu tragen hat. Oder man hilft ihm tragen.«
Dietrich Bonhoeffer
geboren am 4. Februar 1906
in Breslau
04.02.2026 09:35
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