Gehst Du mal um‘s Eck…
Gehst Du mal um‘s Eck…
Was passiert mit diesen Momenten in der Erinnerung, in denen man z.B. am Bahnsteig steht und auf den Zug wartet, der in wenigen Momenten eintreffen wird, aber man hält den Kopf noch einmal in die Sonne, die kurz zwischen den Wolken durchkommt und man denkt für einen kleinen Moment: Nichts?
toechterkollektiv.de/karte/ In Dortmund war‘s toll:
Von der Roten Erde:
Heut habe ich einen D-Zug gesehn,
Der ging direkt nach Paris.
Ich blieb in geziemendem Abstand stehn.
Ich wußte ja ohnedies:
Es wartet niemand in dieser Stadt
Und niemand an ihrer Bahn.
Der Ort, wo man Sehnsucht nach mir hat,
Steht nicht im Reichs-Fahrplan
Ich kann auf keinem Bahnsteig der Welt
Mit kühlen Gefühlen stehen.
Ich kann nicht, wo ein Expresszug hält,
Ganz sachlich vorübergehen.
Es ist ja nicht leicht,
An solchen Tagen
Ganz still (weil es wieder einmal nicht reicht),
im Automobil einmal „Steglitz“ zu sagen ...
Schienen-Sehnsucht
Von Mascha Kaléko
Heut habe ich einen D-Zug gesehn,
Der ging direkt in die Schweiz.
Mancher findet nur schnittige Achtzylinder schön,
Ich aber meinerseits
Habe seit langen
Sehnsuchtsvollen Jahren
Eine Schwäche für rauchgraue D-Zug-Schlangen,
Die in entlegene Länder fahren.
„Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“: PRÜF:
Nanu, wie konnte das passieren: ein Sonnenstrahl hat sich durchgekämpft!
Man freut sich dann so, wenn der Strom wieder geht und man die frisch erworbenen Grablichter nicht anzünden muss und dass die Toilettenspülung, die auf die elektrische Pumpe angewiesen ist, wieder funktioniert und die Spülmaschine und das WLan. Das ist das Schönste, was diesen Urlaub passiert ist.
Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug.
Verfasser unbekannt; hier Fassung von James Krüss
Und auf einer grünen Bank,
die rot angestrichen war,
saß ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar.
Neben ihm 'ne alte Schrulle,
zählte kaum erst sechzehn Jahr',
in der Hand 'ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.
Dunkel war's, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzesschnelle
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschoss'ner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.
Aber die kleinen Strandläufer sind wach!
Die weißen Tauben sind …
Schräg lässt sich ein Baquette viel besser fotografieren:
Volver a casa:
Aber ich weiss einen Stern,
Auf dem immer Tag ist
Den will ich über ihre Erde tragen.
Else Lasker-Schüler
Die Welt zu Gast ….
„Das Gesetz in seiner majestätischen Gleichheit verbietet es Reichen wie Armen, unter Brücken zu schlafen, auf Straßen zu betteln und Brot zu stehlen.“
Anatole France
Der Tannenbaum ist dies Jahr sehr klein ausgefallen:
In der Süddeutschen habe ich mein Jahresmotto 2025 gefunden. Ab morgen gilt: Was tun?!
„ … wenn du schon hassen musst
und kannst es noch nicht lassen,
dann üb nach Herzenslust
den Hass in dir zu hassen.“
Mascha Kaléko
Bzw. Teil …
Ich bin das Volk:
Und hier noch die letzte freundliche Strophe von Herrn Claudius:
So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder!
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon’ uns Gott mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen,
Und unsern kranken Nachbar auch!
Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.
Abendlied
Der Mond ist aufgegangen
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar:
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.