Der erste Eindruck: Dagegen sehen selbst Bentley und Rolls-Royce bescheiden aus. Mit seinen fünfeinhalb Metern ist der Maextro S800 nicht nur länger als eine Mercedes-S-Klasse, er trägt auch eine Zweifarblackierung und reichlich Lametta am Bug. Wird das Fahrzeug entriegelt, lassen die Scheinwerfer den Asphalt scheinbar wie von Edelsteinen funkeln. Das sagt der Hersteller: Mit dem Maextro S800 will der Elektronikgigant Huawei vom neuen Lokalpatriotismus profitieren, der in China mittlerweile auch die Luxuswelt erreicht. Während manch ältere Kunden noch in westliche Marken wie Rolex, Louis Vuitton oder Mercedes investieren, kauft die jüngere Oberschicht zunehmend chinesische Waren.
Um diese Zielgruppe buhlt auch der S800 - er stehe in jeder Hinsicht an der Spitze, beim Format, beim Preis und auch beim Absatz, sagt der Huawei-Manager Richard Yu nicht ohne Stolz. Im vergangenen Dezember wurde der S800 öfter verkauft als die deutschen Konkurrenzmodelle Porsche Panamera, Mercedes-S-Klasse und BMW 7er zusammen. Yu hat diese Vorbilder offenbar genau studiert und dem Entwicklerteam reichlich Zeit eingeräumt. Während chinesische Hersteller neue Automodelle bisweilen binnen zwei Jahren auf die Räder stellen, ließ sich Huawei für den Maextro S800 die Ewigkeit von fünf Jahren Zeit. So lange, wie etwa auch Mercedes an einer neuen S-Klasse arbeitet
Das ist uns aufgefallen: In einem Auto wie dem S800 spielen die Insassen in der zweiten Reihe die erste Geige - und werden entsprechend hofiert. Die 3,37 Meter Radstand bieten ausreichend Platz für den in dieser Klasse üblichen Luxus, wie klimatisierte Massageliegen, Klapptische und Weinkühler. Dieser Luxus wird schillernd inszeniert: Aus dem Vollen gefräste Chromelemente und Kristallglas geben dem Innenraum einen exklusiven Look, ein LED-Himmel lässt unterschiedliche Sternbilder aufleuchten.
Überhaupt die Elektronik. Weil die das Kerngeschäft von Huawei ist, gibt es hier das volle Programm. Herausnehmbare Touchpads in den hinteren Türen gibt es ebenso wie eine Gestensteuerung für die Beleuchtung oder das Soundsystem. Und wer sich entspannen möchte, verwandelt den Fond in ein rollendes Kino: Dazu surrt eine 40 Zoll große Leinwand von der Decke. Die ist nicht nur deutlich größer als etwa im BMW 7er, sondern tatsächlich aus Gewebe und wirkt damit fast wieder retro - wie damals beim Dia-Abend. Das Bild kommt aus einem Beamer in der Decke.
Da der Geschenklink nicht funzt
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