Trending

#Tschechow

Latest posts tagged with #Tschechow on Bluesky

Latest Top
Trending

Posts tagged #Tschechow

...von #Brecht #Tschechow und #Mozart. Diverse Musikstücke ,zB Mozarts #Jupitersinfonie. Äußerungen von Passanten aus Hannover , was sie unter Glück verstehen.Der Letzte meinte: Glück sei wie ein stiller Waldsee.Zu den Klängen des 3. Satzes aus der 5. Sinfonie von Sibelius wurde sowas gezeigt.

0 0 0 0
Anton Tschechow: Die Tragödie auf der Jagd Noch einmal Tschechow – und diesmal mit sehr viel weniger Enthusiasmus als bei den Theaterstücken. „Die Tragödie auf der Jagd“ ist eine Art Kriminalroman, wobei schon der Aufbau auf wenig Gegenliebe bei mir stößt: Dieses Überreichen eines Manuskripts (als Buch im Buch) ist zumeist ein billiger Trick, um Schwierigkeiten des Autors bei der Gestaltung zu umgehen. Hier also überreicht ein ehemaliger Untersuchungsrichter ein Konvolut an den Herausgeber einer Zeitung, dass dieser schließlich nach Monaten fasziniert in einer Nacht (immer in einer Nacht!) liest. Beschrieben wird eine höchst unmoralische Gesellschaft um einen Adeligen, dem einzig an seichten Vergnügungen gelegen ist, Trinkgelagen, sexuellen Abenteuern. Mit diesem bekannt, befreundet (am ehesten vielleicht: Durch dieses Leben verbunden) ist der erwähnte Untersuchungsrichter Kamyschow, der im Gegensatz zum Grafen ein intelligenter, attraktiver Mann ist und der – nicht getrieben von kaum kontrollierter Leidenschaft, sondern im vollen Bewusstsein des Tuns – sich an all dem beteiligt und die unschuldige, etwas einfältige und auf gesellschaftliche Anerkennung erpichte Försterstochter verführt – und zwar am Tage ihrer Hochzeit mit dem alten Verwalter des gräflichen Gutes (positiv: Es ist nicht diese schreckliche Dostojewski-Gestalt der edlen, hochherzigen Hure, sondern eine höchst realistische Figur, die eben nicht nur das fleischgewordene, unschuldige Opfer darstellt). Sie wird später noch die Geliebte des Grafen, bleibt aber emotional dem Kamyschow verfallen, während ihr Mann (der Gutsverwalter) in Verzweiflung versinkt. Bei einer Jagdgesellschaft (hier stellt sich heraus, dass der Graf längst verheiratet war und eine andere Unschuld, diesmal leider wirklich ohne Fehl und Tadel, in Verzweiflung stürzt) kommt es schließlich zur Ermordung der Försterstochter: Man hört schreckliche Schreie aus dem Wald, alsbald taucht ihr Mann mit blutverschmierten Händen auf – aber der Leser ahnt schon: Das Offensichtliche ist so offensichtlich nicht. Schon die Darstellung dieses ganzen Festes, seines Endes weist auf den Untersuchungsrichter als Täter hin, im Manuskript sind verdächtige Stellen geschwärzt und man braucht für den richtigen Verdacht kein Sherlock Holmes zu sein. Trotzdem wird der Verwalter verurteilt (Kamyschow, der mit dem Fall beauftragt wird, manipuliert mit Erfolg den ganzen Vorgang, nicht ohne noch einen weiteren Zeugen zu ermorden), in ein Straflager geschickt, wo er nach einigen Jahren stirbt. Dann treffen wieder der Herausgeber der Zeitung und der Verfasser des Manukripts aufeinander, wobei dieser sich mit der Anschuldigung konfrontiert sieht, der Mörder zu sein. Er stutzt, gesteht aber schließlich die Tat und gibt sich als absoluter Immoralist zu erkennen: Keine Reue – weder ob seines Tuns noch wegen der Verurteilung eines Unschuldigen. Im Gegenteil – auf die Frage, warum er dieses leicht durchschaubare Bekenntnis geschrieben habe, antwortet er zwar zuerst, dass sich mit einem solchen Geheimnis schwer leben lasse (und man vermutet kurzfristig Gewissensqualen): Der wahre Beweggrund aber liegt schlicht in der Tatsache, dass er als ein besonderer Mensch angesehen werden will, als jemand, der sich über den verächtlichen Durchschnitt erhebt – selbst wenn dies das Eingeständnis eines Mordes erfordert. Das alles liest sich leicht, ist einigermaßen spannend, aber lässt den Leser dann doch irgendwie enttäuscht zurück: Von allem etwas, Kriminalgeschichte, Sozialkritik, Nihilismus – aber von allem ein bisschen zu wenig. „Onkel Wanja“ oder der „Kirschgarten“ sind gerade deshalb sehr viel beeindruckender, weil sie weniger wollen, weil sie weitgehend auf äußere Handlung verzichten, nichts groß erzählen, sondern einzig den Menschen darstellen. Während hier der Eindruck entsteht, dass es Tschechow allzu sehr um eine Auflösung zu tun war, eine letzte Sinngebung, die dann hilflos gerät. Möglicherweise bin ich auch zu streng mit dem Buch; jedenfalls hat es etwas Drehbuchartiges (und wie ich das niederschreibe und überprüfe: Tatsächlich gibt es eine deutsche Verfilmung von 1968) und dergleichen verbinde ich oft mit allzu gefälligen Geschichtchen, abgehaspeltem Plot nebst einem Schuss Moral am Ende. Ich verzichte gerne auf Handlung (die ja in einem guten Roman meist nur die Struktur bildet, den Hintergrund für das Denken, Fühlen der Menschen), bin es zufrieden, wenn es keinen Schluss für die Leihbibliothek gibt (um Dürrenmatt zu paraphrasieren). Es lebe der Minimalismus … * * * Anton Tschechow: Die Tragödie auf der Jagd. Berlin, Wien, Leipzig: Karl H. Bischof Verlag 1946.

Tschechows Roman "Die Tragödie auf der Jagd". Leicht zu lesen, vielleicht zu leicht. Die minimalistischen Theaterstücke (wie der "Kirschgarten" oder "Onkel Wanja") schätze ich mehr.

https://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=14764

#Literatur
#Lesen
#Tschechwo
#RussischeLiteratur

0 0 0 0
Original post on troet.cafe

Und noch ein positive literarische Überraschg.: Tschechows Rosengarten. Ich, der ich schon seit Ewigkeiten keine Russen mehr gelesen habe, weil ich philosophierende Sozialrevolutionäre, hochherzige Säufer und heilige Huren zu ertragen nicht mehr willens bin, war von der lakonischen Sprache, der […]

0 1 1 0
Post image

Video oder Podcast bei Youtube youtu.be/RdWayOOY0eg
oder überall als Podcast dernarrliest.buzzsprout.com

#ukraine #stimmen #vorlesen #buch #trump #horror #lesen #podcast #autorin #asmr #spannung #gewinnlos #tschechow #trump

2 2 0 0
Post image

Video oder Podcast bei Youtube youtu.be/RdWayOOY0eg
oder überall als Podcast dernarrliest.buzzsprout.com

#ukraine #stimmen #vorlesen #buch #trump #horror #lesen #podcast #autorin #asmr #spannung #gewinnlos #tschechow #trump

0 0 0 0

Übrigens wird es hier im Bamberger E.T.A Hoffmann Theater ab Februar "Ivanov" von #Tschechow geben! Im Kalender vormerken!#kulturgeniessen

0 0 0 0