Ich schaue schon seit einiger Zeit kaum noch Fußball und Pressekonferenzen oder Interviews, generell Expertentalks vor oder nach dem Spiel mochte ich noch nie.
Diese 12 Minuten mit Vincent Kompany, die auch wenig mit Fußball zu tun haben, sondern mit Diskussionskultur im Allgemeinen, Rassismus im Besonderen lohnen sich aber absolut (und wer nur 8 Minuten Zeit hat, nutzt halt die 1,5-fache Geschwindigkeit).
Sie lohnen sich vor allem deshalb, weil in der heutzutage perfekt durchgeplanten Maschinerie Profifußball so etwas von Verantwortlichen, von DFB, Fifa, Uefa usw. einfach nicht vorgesehen ist. Der Profisport ist weitestgehend unpolitisch, auch wenn ab und an nette Gesten wie #neinzuRassismus auftauchen. Zwölfminütige Monologe zu Dingen, die eben nicht direkt mit Fußball zu tun haben, passen einfach nicht in die glattgebügelte Gelddruck-Maschinerie. Deshalb sieht man auch keine Interviews mit Spielern (bewusst nicht gegendert, denn die Frauen können oder dürfen dies durchaus moch), wo auf Alltagsprobleme oder Politik eingegangen wird - wenige Ausnahmen wie Christian Streich oder Leon Goretzka bestätigen diese Regel.
Auch wenn ich deshalb auch nicht mehr zum Fußball zurückfinden werde: #Danke, Vincent Kompany für dieses sachlich-ruhige Statement. Danke, dem FC Bayern, dass er diese Bühne als Trainer hat und nicht gebremst wurde. Behaltet ihn, solange es geht. FC Bayern München
https://lnkd.in/eiDswiE6
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Zum Video von dem Statement von Vincent Kompany siehe oben. Meine Haltung dazu, siehe Bild. #danke