ine Bekannte ist mit ihrem Mountainbike im Wald unter- wegs, stürzt unglücklich und wacht nach kurzer Ohnmacht mit einer klalfenden und zum Glück nur wenig blutenden Wunde im Bein auf. Sie ruft ihren Sohn an, aber das Handy meldet nur: „Kein Netz”. Weil mit einem Anruf bei der Feuerwehr über die 112 gegebenenfalls das Netz gewechselt wird, kann nun professionell geholfen werden, Die Sanitäter tre/fen sie nahezu punktgenau an ihrer Unfallstelle und tra- gen sie in den an der Straße geparkten Ret- tungswagen. Das alles läuft so ab, wie man das in einer Industrienation erwarten darf. In Deutschland werden täglich mehr als 80.000 Notrufe abgesetzt, und die große Mehrzahl davon über das Mobiltelelan,
Doch wie [unktioniert die Ortung eines Anrufers, der sich abseits der Straße im Wald befindet und vielleicht nicht einmal selbst genau weiß, wo er ist? Früher erfolg- tc die Positionsbestimmung in erster Linie über die Mobilfunkzelle, in welcher das Gerät cingebucht ist. In Großstädten mit vielen Zellen gelingt das besser als auf dem Land mit wenigen großen. Kleine Picozel- len haben einen Radius von weniger als 100 Meter, große Makrozellen haben bis zu 35 Kilometer und überstreichen damit eine Fläche von fast 1000 Quadratkilometer. Um die Position genauer zu ermitteln, kann man aus der Signallaufzeit zwischen Mobiltelefon und Ba: ation die relative Position innerhalb der Funkzelle ermitteln. Misst man gar die Laufzeitunterschiede der Funksignale von drei Basiss...
Jedes neue Smartphone hat ein System zur Ortung bei Notfällen eingebaut. Wie es funktioniert und was die Leitstelle sieht.
Von Michael Spehr
Ohne jede Mobilfunkversoreung kann man in vielen Regionen der Erde mit einem iPhone 14 oder neueren Apple- Geräten einen Notruf mitsamt Ortung über das Globalstar-Satellitensystem absetzen. Der Notruf erfolgt nicht als Telcfonat. sondern per Textnachricht. Löst man das Satelliten-SOS aus, wer- den zunächst einige Basisinformatio- nen abgefragt und zusammen mit dem im iPhone hinterlegten Notfallpass und dem eigenen Standort via Satellit an eine Bodenstation gesendet. Um den Satelliten anzupeilen, muss man sich im Freien befinden und das iPhone passend ausrichten. Aul dem Display erscheint ein Hinweis. in wel- che Richtung es gegebenenfalls zu
Notruf via Satellit
drehen ist. Das Anpeilen und Abset- zen kann ein, zwei Minuten dauern Von der Bodenstation aus wird der Notrur an eine Rettungsleitstelle wei- tergegeben, es giht außerdem die Op- tion, die im iPhone hinterlegten Not- fallkontakte darüber zu informieren. Die Notfallkontakte sehen den Stand- ort des Anwenders, die Art des Nol- falls und eine Livemitschrift der Kon- versation mit dem Notdienst. Zum Ausprobieren kann man in den Ein- stellungen des iPhones das Menü „Notruf SOS” wählen. Dort taucht als Menüpunkt ein Demomodus auf. Die Herstellung des Satellitenkontakts is real, man erhält auch automatisier erstellte Antworten von der Boder
a Satellit
siation retour, aber es wird kein Not- rul ausgelöst,
Die Cilobalstar-Satelliten kreisen in einer Höhe von 1400 Kilometern über der Erde. Die größten Teile Afrikas, In- dien und die Polarregionen werden nicht abgedeckt. Sportuhrenhersteller Garmin hat mit seinen Inreach-Gerä- ton cin ähnliches Angebot: Die kleinen Satellitentelefone funktionieren eben- falls nur mit Textnachrichten, funken
aber im Iridium-Satellitennetzwerk, das eine höhere Abdeckung der Erd-
oberfläche aufweist. Allerdings sind die Geräte kompliziert in der Handhabung und erfordern ein zusätzliches Abonne- ment für die Satellitennutzung. Apples Notruf SOS ist vorerst kostenlos,
Demo:
Ein Mitarbeiter der Frankfurter Feuerwehr zeigt, wie das Smart- phone georter wird.
Ein weiterer Pluspunkt Jer Satelli- tenanbindung des iPhones besteht da- rin, dass man über die „Wo ist?”-App, mil der man seinen Standort mit ande- ren Personen teilt oder die eigenen Apple-Geräte lokalisieren kann. den eigenen Standort mit seinen Freunden via Satellit teilen kann. Auch dann, wenn kein Notfall vorliegt und man den Lieben daheim nur mitteilen möchte, wo im wilden Funkloch-Tau- nus die Wandergruppe gerade unter- wegs ist. In den Vereinigten Staaten und in Kanada kann man auch iMess- age-Nachrichten via Satellit versenden. Google bietet den Notrul via Satellit für seine jüngsten Pixel-Smartphones an, allerdings nur in Amerika.
oder Mobilfunk an einen AML-Endpunkt übertragen, also nicht an die Rettungsstel- le. Es werden mehrere Standort-Datensät- ze übermittelt und in Intervallen aktuali- siert. Der Standort wird mit Breiten- und Längengrad sowie einem Radius der Mess- genauigkeit und der [öhe gesendet, Dazu kommen Zeitstempel und eine Schätzung der Güte der Standortermittlung. Ferner werden auch Daten des verwendeten Tele- {ons, unter anderem die einzigartige IMEI- Gerätenummer, übertragen. IMEL steht {für International Mobile Equipment Iden- (ity. Mit Telefonanwendungen von Drit- ten, wie etwa Whatsapp- oder Telegram- Telefonie funktioniert AML, nicht.
Die AML-Endpunkte in Deutschland sind die Leitstelle Freiburg und die Berli- ner Feuerwehr, Von dort gelangen die Daten über eine gesicherte Verbindung an die rund 230 örtlichen Leitstellen, wel- che nur den Geo-Datensatz für den bei ih- nen eingegangenen Anruf erhalten. Die Mobilfunkbetreiber und die Hersteller der Smartphone-Betriebssysteme haben kei- nen Zugriff auf die AML-Daten, sie sind auch bei den Rettungsleitstellen nur be- grenzte Zeit abrufbar. Es ist nicht mög- lich, AML-Informationen ohne zuvor ab- gesetzten Notruf abzurufen. Eine Leit- stelle kann also kein Mobiltelefon aus der Ferne orten. In der Zentrale sieht der Dis- ponent die Position des Anrufers auf einer Karte, und er kann auf Knopfdruck diejenigen Rettungskräfte zum Einsatzort schicken, die den kürzesten Anfahrisweg haben. Die Ortungsdaten werden per Di- gital...
#FAZ heute. Wie funktioniert #Ortung bei #Notruf 112 #AML #eCall #GNSS #GPS #Galileo #mobiltelefonie #sms
Eine Bekannte ist mil ihrem Mountainbike im Wald unter- wegs, stürzt unglücklich und wacht nach kurzer Ohnmacht mit einer klalfenden und zum Glück nur […]
[Original post on no-pony.farm]