Screenshot des Artikeltitels auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). Der Titel lautet: „Diagnosecodierung kann zu Missverständnissen in der elektronischen Patientenakte führen“. Darunter steht: „Irritationen bei Patienten durch Einsichtnahme in ePA“. Der Text beschreibt, dass Patienten durch Einsicht in ihre elektronische Patientenakte erstmals von Diagnosen erfahren, die ihnen bisher nicht bekannt waren. In Einzelfällen kann dies zu Nachteilen führen, etwa bei Versicherungsabschlüssen.
Screenshot eines Textabschnitts mit der Zwischenüberschrift „Über 12.000 verschiedene ICD-10-Schlüssel“. Der Text erklärt, dass die Auswahl aus über 12.000 ICD-Codes komplex sei, sich die Codes jährlich ändern und terminologische Abweichungen zur Fehleranfälligkeit führen können. Es wird betont, dass dadurch in Deutschland über eine Milliarde ICD-Codes jährlich entstehen – Fehler seien also erwartbar. Die KVBW prüfe die Diagnosen stichprobenartig auf Plausibilität, Hinweise auf systematische Fehlcodierung lägen nicht vor.
Screenshot eines Textabschnitts mit der Zwischenüberschrift „Codes liefern zusätzliche Informationen“. Der Text erläutert, dass ICD-Codes über die eigentliche Diagnose hinaus auch den Sicherungsgrad (gesichert, Verdacht, ausgeschlossen etc.) und den Kontext (z. B. Wegfall eines Symptoms) codieren. Außerdem werden sogenannte Dauerdiagnosen erwähnt, die aus der Krankengeschichte stammen und sich „fortpflanzen“ – etwa Kindheitsdiagnosen, an die sich Versicherte selbst nicht mehr erinnern, die aber weiterhin in der Praxissoftware und Abrechnung erscheinen.
Screenshot eines Textabschnitts mit der Zwischenüberschrift „Zahl der Diagnosen mit psychischem Hintergrund steigt“. Der Text beschreibt, dass psychosomatische Diagnosen bei Patienten oft Überraschung und Unverständnis auslösen. Gleichzeitig sei die Zahl dieser Diagnosen gestiegen – auch aufgrund der Forderung, psychische Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Ein Beispiel zeigt, wie bei Rückenschmerzen zusätzlich eine psychosoziale Belastungssituation (z. B. am Arbeitsplatz) codiert wird, selbst wenn dies den Betroffenen nicht bewusst ist.
12.000 ICD-Codes-
da kann man schon mal danebenliegen!
Über Missverständnisse,
„sich fortpflanzende Diagnosen“,
„vergessene Kindheitsdiagnosen“ & menschliche Fehler.
Ein Versuch der KVBW, fragwürdige Diagnosen zu erklären:
www.kvbawue.de/presse/press...
#ePA #MECFS #ICD
#BioPsychoSozial