1 hour ago
Geburtstag in Bengaluru
Teil 6 von 6 des Reiseberichts 2025.6 Indien
Reisebericht: 2025.6 Indien
Ich folgte einer Einladung zur indischen Hochzeit und nutzte die Gelegenheit für eine Winterflucht in Südindien. (11 Teile)
* Eine Einladung nach Indien als Auftakt einer etwas anderen Reise
* Auf zwei Rädern und mitten ins südindische Ritual
* Mit der Enfield zu Tempeln, Wasserfällen und Hochzeitsfesten
* Eine indische Hochzeit mit Dämonen und unerwarteter Begrüßung
* Abschied aus Belagavi und Dankbarkeit im Gepäck
* Geburtstag in Bengaluru
weitere Reiseberichte
Ausgeschlafen wachte ich am Mittwochmorgen des 17.12. auf. Der Blick aus dem Fenster glich eher einem Dschungel als einer 13 Millionen Einwohner Stadt.
Blick aus dem Hotelzimmer am Morgen
Nach dem Früchstück lief ich zur Metro-Station _Cubbon Park_. Direkt am Eingang ein Metalldetektor, ein Röntgengerät für Taschen und Polizei. Man wies mich daraufhin, dass ich meine Kamera in den Rucksack packen muss und Fotos in den Bahnhöfen und der Metro nicht gestattet sind. Trotz der Sicherheitskontrolle gab es keine Menschenschlange und es wirkt nicht voll.
Do not drink and drive! HAL Teja Kampfjet am Minsk Square
Als ich im Zwischendeck ankam, wo die Zugangssperren für die Ticketkontrollen sind, sah ich ein paar Menschen mehr. Ich kaufte ein Tagesticket und bekam eine NFC-Karte, mit der sich die Schranken öffnen ließen. Auch auf dem Bahnsteig war es nicht sonderlich voll und die Metro der Purple Line kam in nur wenigen Minuten. Dafür war der Zug dann doch gut gefüllt und ich fuhr bis zur _Nadaprabhu Kempegowda Metro Station_. Hier stieg ich in die Green Line Richtung Norden um und war damit nicht allein. Ein Knotenpunkt an dem deutlich mehr Menschen unterwegs waren. Die Metro hält an der Spitze des Zuges auch immer einen Wagen nur für Frauen reserviert, welcher von alleinreisenden Frauen bevorzugt wird.
Ich fuhr bis _Mahalakshmi_ , verließ die Metro und war in nur wenigen Minuten am _ISKCON Sri Radha Krishna Tempel_[1]. ISKCON ist die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein. Der Tempel-Komplex wurde 1997 eröffnet und ist der größte Hindu-Tempel der Welt.
ISKCON Sri Radhakrishna Temple
Am Eingang musste ich meinen Rucksack abgeben und natürlich die Schuhe ausziehen. Nach einer weiteren Sicherheitskontrolle hieß es Treppen steigen. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen bis zum größten Gebäude ganz oben auf dem Hügel. In den Gebäuden gibt es kunstvolle Figuren und viel Gold zu sehen. Fotos sind jedoch nicht erlaubt.
ISKCON Sri Radhakrishna Temple
ISKCON Sri Radhakrishna Temple
ISKCON Sri Radhakrishna Temple
ISKCON Sri Radhakrishna Temple
Shri Guruvayurappan Temple und darüber die Metro
Shri Guruvayurappan Temple
Der Rundgang führt bequem von unten nach oben und danach wieder über mehrere Ebenen nach unten. Dabei ging es immer vorbei an unterschiedlichen Verkaufständen, die Bücher, Figuren und mehr feilboten. An einem Buchstand musste ich halt machen, da mich ein Rezeptbuch interessierte. Aber bevor ich es kaufen konnte, erzählte mir der junge Verkäufer ausschweifend und viel über Krischna und die anderen indischen Gottheiten. Es war sehr interessant der Geschichte zu folgen. Krischna sagte wohl:
> Gib alle Religionen auf und unterwerfe dich mir
Nach diesem spirituellen Ausflug fuhr ich mit der Metro bis _Mantri Square Sampige Road Metro Station_ und nahm von dort eine Rikscha, welche mich zum _Bengaluru Palace_[2] brachte. Dummerweise hatte ich die große und bis dahin unnötige Bargeld-Menge in Belagavi gelassen. Ich hatte es einem Cousin von Somesh gegeben, der mir den Betrag auf mein Konto überwies.
Rangoli
Im Glauben, dass ich mit meiner UPI App auch die Rikscha bezahlen konnte, hatte ich nicht an eine kleine Reserve gedacht. Es stellte sich raus, dass die Rikscha-Fahrer keinen kommierziellen UPI Code nutzen und meine UPI App nur mit Händlern funktionierte. So diskutierten wir kurz ob möglicher Lösungen. Ein anderen Rikscha-Fahrer vor dem Palast kam dazu und erklärte, wo der nächste Automat ist und wir fuhren da schnell vorbei. Damit hatte ich wieder etwas Bargeld in der Tasche und konnte endlich den Palast besuchen.
Der Palast liegt inmitten eines Parks umgeben von Gärten. Er wurde im 19. Jahrhundert für den Maharadscha von Mysore Chamarajendra Wadiyar X erbaut. Die hölzerne Konstruktion des Palastes ist innen wie außen mit aufwendigen Schnitzereien geschmückt. Sie zeigen unterschiedliche architektonische Stilrichtungen und spiegeln die königliche Kultur wider, für die der Palast steht.
Wächterhaus
Bengaluru Palace
Bengaluru Palace
Bengaluru Palace Hund im Garten
Indisches Blumenrohr
Bengaluru Palace
Garten des Bengaluru Palace
Leider ist auch hier im Palast das Fotografieren nicht gestattet, aber dennoch ist ein Besuch empfehlenswert.
Als ich den Palast-Park wieder verlassen wollte, kam mir schon der Rikscha-Fahrer entgegen, der bereits seinem Kollegen vorhin hilfsbereit zur Seite stand. Er bot mir an, mich für ein Fixbetrag den ganzen Tag herumzufahren. Ich ließ das Aufschwatzen zu und mein erstes Ziel sollte ein Café sein, denn mittlerweile war es schon Zeit dafür.
jede Menge Verkehr Shri Venkataramana Swamy Temple
Weihnachtsdeko
Obststand
Obststand
Ich zeigte ihm wo es hingehen sollte und ab ging die wilde Fahrt. Es ging quasi einmal quer durch Bengaluru, viel Verkehr aber auch immer Zeit etwas zu plaudern. Gegen 14 Uhr kam ich am _Café Graze_[3].
Der Fahrer wartete auf mich, während ich auf dem Dach im Café saß und meinen Geburtstagskuchen genoss.
Café Graze
Kaffee und Kuchen
Kuchen essen
vor 40 Jahren beim Geburtrtagskuchen heute beim Geburtrtagskuchen
40 Jahre, fast 8000 km und vermutlich 30°C liegen zwischen diesen beiden Bildern.
Damals, an meinem 8. Geburtstag, habe ich nicht geahnt, dass ich mal in Indien meinen Geburtstagskuchen esse.
Die Rikscha wartete immernoch und mein nächste Ziel sollte ein Souvenirladen sein, denn ein paar Mitbringsel und Postkarten wollte ich natürlich schon besorgen. Selbstverständlich wissen die Rikschafahrer, wo Touristen das Geld lassen können, aber er fuhr mich zu einem staatliche Souvenirgeschäft _Cauveri Central Emporium_[4].
wieder Verkehr aber es macht Spaß
Bei den Mitbringseln hielt ich mich an kleine Aufmerksamkeiten, wie Tee oder eben Postkarten. Die Mitarbeiter machten auch keinen Druck, dass man dies oder jenes kaufen sollte. Man bot mir frischen Tee an und half mir bei der Auswahl. Sehr angenehm.
Briefmarken gab es jedoch nicht im Laden, dazu mussten wir noch zur Post fahren. Da es schon fast 5 Uhr am Nachmittag war, war unklar, ob die Post noch auf hatte, aber mein Fahrer versuchte sein Glück. Die Schalter waren noch geöffnet, aber schneinbar müsste man eine Nummer ziehen und es waren noch einige Leute da.
Mein Fahrer ging direkt zu einem Schalter und erkundigte sich nach dem Porto. Dort hieß es, das kommt auf das Gewicht an und man bat mich eine Postkarte zu reichen. Unglaubliche 62 Rupien (ca 0,60 €) würde es kosten und man zählte die Briefmarken ab. 5 Stück pro Karte waren nötig, zahlbar natürlich digital per UPI.
Der Abend nahte und ich wollte nur noch zurück ins Hotel und da das Vidhana Soudha auf dem Weg lag, machten wir hier auch nochmal kurz halt. Dies ist der Sitz der gesetzgebenden Versammlung des indischen Bundesstaates Karnataka in Bengaluru.
Vidhana Soudha
Dr. B. R. Ambedkar
Vidhana Soudha
Das Geburtstagsabendessen nahm ich in einem der Hotelrestaurants zu mir, währenddessen trudelten die telefonische Glückwünsche ein.
Dal, Chana Masala und Phulka Obstsalat
Reisebericht: 2025.6 Indien
Ich folgte einer Einladung zur indischen Hochzeit und nutzte die Gelegenheit für eine Winterflucht in Südindien. (11 Teile)
* Eine Einladung nach Indien als Auftakt einer etwas anderen Reise
* Auf zwei Rädern und mitten ins südindische Ritual
* Mit der Enfield zu Tempeln, Wasserfällen und Hochzeitsfesten
* Eine indische Hochzeit mit Dämonen und unerwarteter Begrüßung
* Abschied aus Belagavi und Dankbarkeit im Gepäck
* Geburtstag in Bengaluru
weitere Reiseberichte
1. **[1]** ISKCON Bengaluru ↩
2. **[2]** Bengaluru Palace ↩
3. **[3]** Café Graze – Bengaluru ↩
4. **[4]** Cauveri Handicrafts Emporium ↩
Neu im Blog: Geburtstag in Bengaluru
Mit der Metro zum Tempel, mit der Rikscha durch den Verkehr und am Nachmittag Kuchen auf einer Dachterrasse.
https://max-fun.de/2026/03/15/geburtstag-in-bengaluru/
#bengaluru #essen #geburtstag #indien #palast #reisebericht #tempel
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