Dokument, Auszug:
"SS-Oberführer Frhr.v.Schade im Stabe RFSS, SS-Gericht.
München, den 26. Februar 1936
Bericht über meine Tätigkeit gelegentlich der Kommandierung zu den 4. Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen.
Am Tage des kameradschaftlichen Zusammenseins des Führerkorps, gemäss Einladung des Stellvertreters des Führers in München, forderte der Stellvertreter des Führers durch Vermittlung des Pg. Wulffen von der RFSS einen hohen Führer im Dienstgrad eines Oberführers an zur Betreuung bezw. zur Regelung der Besetzung der Ehrentribünen bei den Olympischen Winterspielen. RFSS sprach die Kommandierung schriftlich aus. Offizielle Liste der Ehrengäste füge ich bei.
Von vorneherein stand fest, dass die Aufgabe ausserordentlich delikat und schwierig war, da nach dem Olympischen Protokoll der Präsident des Olympischen Komitees Graf Baillet-Latour Hausherrenrechte genoss und dass nicht wie sonst Partei oder Staat Veranstalter der Spiele waren.
Die von der Weltsportpresse besonders gewürdigte Tatsache, dass nämlich die Führer von Partei und Staat keine gesonderten Plätze einnahmen, sondern sich als Privatpersonen betrachteten, erschwerte auf der anderen Seite meine Aufgabe ungemein.
Der in den Zeitungen veröffentlichte Aufruf des Stellvertreters des Führers vor Beginn der Spiele, wonach nur Besitzer von rechtmässigen Karten Plätze einnehmen durften war daher besonders notwendig. Leider wurde er nur in geringem Masse beachtet."
SS-Stammrollenauszug mit Foto von von Schade, im Hintergrund: "Hugo Schneider Aktiengesellschaft, Werk Meuselwitz"
#Recherchetagebuch #Olympia
Bei den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen 1936 regelte SS-Oberführer Hermann Freiherr von Schade die Besetzung der Ehrentribünen.
1939 wurde er Betriebsführer der #HASAG in #Meuselwitz und leitete die Belieferung der Waffen-SS mit HASAG-Munition ein.
[Q: BArch]