Stadtauswärts existiert derzeit kein Rad- und Fußweg, der Asphalt ist aufgerissen und die Spur verengt. In der Mitte teilen sich Autos, Lkw und Busse die schmale Fahrbahn. Wer als Fahrradfahrer noch mitmischt und zwischen den Gleisen balanciert, muss erfahren und abgehärtet sein - manche sagen lebensmüde.
•AVS•
Baustellenbarken, Sperrungen und Schilderwald. Der tägliche Arbeitsweg mit dem Rad wird hier schnell stressig.
Das Bauprojekt an der B6, Haltepunkt Cotta, wird noch bis
2029 dauern.
Quelle: Tabea Zimmermann
„Als Radfahrer Bürger zweiter
Klasse"
„Es ist schon echt gefährlich, wenn man ja irgendwie versucht, auf der Straße mitzufahren", sagt Rad-Pendlerin Stefanie, „aber auf dem Gehweg hat man irgendwie drei Ampeln, die werden nicht wirklich schnell grün." Stefanie fährt die Strecke täglich zur Arbeit und benötigt nun deutlich länger. Auf die Fahrbahn traut sie sich im Berufsverkehr nicht, angehupt wurde sie schon mehrfach, aber eine tatsächliche Alternative fehlt schlichtweg.
Eine andere Radfahrerin fährt mit ihrem E-Bike regelmäßig von Omsewitz durch die Baustelle der Hamburger Straße, ebenso ihr Mann und ihr Sohn. Als Fahrradfahrer fühlen sie sich „in Dresden wie Bürger zweiter Klasse" - im Stich gelassen. Das Auto ist für sie keine Option.
Die Radlerin wusste bisher nicht, dass eine Umleitung überhaupt geplant ist, doch selbst nach einer Öffnung wäre das für sie keine sinnvolle Alternativroute. „Wenn ich zum Krankenhaus nach Friedrichstadt muss, nützt es mir nichts, erst an die Elbe zu fahren." Obendrein würden lange Rotphasen am Flügelweg, um die Seite wieder zu wechseln, den Umweg nicht rechtfertigen.
Vorwurf und Forderungen des ADFC
„Es kann nicht sein, dass wir vergessen werden. Solange die Umleitung noch nicht nutzbar ist, werden Radfahrende faktisch auf eine stark befahrene Bundesstraße verwiesen. Das ist nicht tragbar", sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC
Dresden.
Wieder #autofirst in #dresden.
Dauert sicher nicht lang dann kommt wieder die Empfehlung kreativ zu fahren. Aber eigentlich wollen die Menschen nur sicher radeln und das ohne #diskriminierendeInfrastruktur .Die Probleme waren auch vorhersehbar. #Autogewalt
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