"Mephisto - Roman einer Karriere" ist Klaus Manns bekanntester Roman.
Er erschien 1936 in Amsterdam, nachdem Mann ebenso wie sein Vater, der Schriftsteller Thomas Mann, Deutschland aus politischen Gründen verlassen E > musste. Der Roman beschreibt die Geschichte des Schauspielers Hendrik § ) Häfgen, der sich mit den Machthabern des Nationalsozialismus arrangiert und zum Intendant des Berliner Staatstheaters aufsteigt. als Vorlage für den
Hauptcharakter diente der Schauspieler Gustav Gründgens, der ehemalige Schwager von Mann.
Gründgens, wie auch andere Nebencharaktere, sind in dem Buch eindeutig zu identifizieren. Zu sehr folgen sie den realen Vorlagen. Höfgens/Gründgens wird als Musterbeispiel eines opportunistischen Künstlers zu Beginn des
Dritten Reiches beschrieben. Der Roman erschien zunächst 1936 in den Niederlanden. Auf Betreiben von Adoptivsohn und Alleinerben Peter Gorski wurde dem deutschen Nymphenburger Verlag 1971 die Veröffentlichung des Buches verboten.
Die Richter des Bundesverfassungsgerichts erkannten auf eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des inzwischen verstorbenen Künstlers und werteten den Persönlichkeitsschutz hoher, als die künstlerische Freiheit des Autors. In der DDR war er bereits 1956 erschienen. 1981 kam der Roman in einer Neuausgabe des Rowohlt Verlages auch in der Bundesrepublik auf den Markt, obschon das Urteil von 1971 nie aufgehoben wurde.
24.2.1971 Mephisto-Urteil. Roman "Mephisto" von Klaus Mann von BVG verboten. Der 1936 erschienene Roman beschreibt Geschichte und Aufstieg eines Schauspielers, der sich mit NS-Machthabern arrangiert und Karriere macht.
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