stellungnahme
zu den antisemitischen Anschlägen der letzten Tage
In den vergangenen Tagen haben sich Berichte über versuchte oder ausgeführte Anschläge auf Synago-gen und jüdische Gemeindezentren sowie antisemitische Angriffe auf Ein-zelpersonen gehäuft. Dass diese Ta-ten immer wieder andere Orte treffen – nahe wie ferne –, macht die globale Dimension dieser Bedrohung deutlich. Allein seit gestrigem Donnerstag kam es zu zwei Anschlägen und einem weiteren verdächtigen Zwischenfall: In West Bloomfield im US-Bundes-staat Michigan fuhr ein Mann mit
seinem Fahrzeug in die Türen eines Gemeindezentrums, das
neben einer Synagoge auch
eine Schule und einen Kin-
dergarten beherbergt.
140 Kinder befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude. Der Angreifer kam nach bisherigen Berichten durch den Einsatz der Gemeindesicherheit ums Leben; das Fahrzeug kam erst im Inneren des Gebäudes zum Stehen. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde verletzt. Nahezu zeitgleich ging die norwegische Polizei am Donnerstag gegen verdächtige Personen in der Nähe der Synagoge in Trondheim vor. Zudem gibt es Berichte über eine Brandstiftung vor einer Synagoge in Rotterdam in der Nacht auf Freitag. Bereits in der Woche zuvor wurde vor der Synagoge in Lüttich ein Sprengsatz gezündet, der die
Fassade beschädigte.
Ebenfalls im März kam es im
Großraum Toronto zu drei separaten Fällen, in denen auf Synagogen geschossen wurde. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Zudem wurden in Großbritannien, Aserbaid-schan und auf Zypern Personen fest-genommen, die weitere Anschläge geplant haben sollen. All dies zeigt noch einmal deutlich, wie zentral der Schutz jüdischer Einrichtungen ist. Wir nehmen diese Anschläge und Anschlagsversuche mit großer Besorgnis zur Kenntnis. Es ist denkbar, dass zumindest einige von ihnen auf koordinierte Aktivitäten zurückzuführen sind – so hat
sich auf Social Media eine
Gruppierung zu den Brand-
stiftungen in Lüttich und
Unsere Stellungnahme zu den antisemitischen Anschlägen der letzten Tage. #WestBloomfield #Lüttich #Rotterdam #Toronto #Terror #Antisemitismus #GegenJedenAntisemitismus #OFEKBeratung